Vox Clamantis

Jaan-Eik Tulve, Leitung

Arvo Pärt: Kanon Pokajanen

Arvo Pärt: Passio 

Arvo Pärt: Da pacem und Gregorianische Gesänge

You and I: Gregorianische Gesänge und Werke von Arvo Pärt, Tonis Kaumann, David Lang

Sacrum convivium: Gregorianische Gesänge und Werke für Ensemble und Instrumentaltrio von Guillaume Machaut, Maurice Duruflé, Francis Poulenc, Olivier Messiaen, Arvo Pärt,  Cyrillus Kreek

 

Partner: Marco Ambrosini Trio

Marco Ambrosini, Nyckelharpa/Tastenfidel
Caterina Other, Nyckelharpa/Tastenfidel
Frieder Zimmermann, Akustische Gitarre

Vox Clamantis

Das estnische Vokalensemble Vox Clamantis, das mit dem Grammy ausgezeichnet wurde, setzt sich aus zwölf Sängern zusammen, die ihre gemeinsame Leidenschaft für frühe Polyphonie und zeitgenössische Musik teilen. Vom Dirigenten Jaan-Eik Tulve 1996 gegründet, wird Vox Clamantis von Kritikern und Publikum gleichermaßen für seinen einzigartigen Klang und seine nachhaltigen Interpretationen gerühmt.

Der musikalische Anspruch des Ensembles liegt in der Tradition der frühen europäischen Musik, aber auch die Aufführung zeitgenössischer baltischer Kompositionen bilden einem wichtigen Schwerpunkt im Repertoire von Vox Clamantis. Komponisten wie Arvo Pärt, Helena Tulve und Erkki-Sven Tüür haben Werke für Vox Clamantis Werke geschrieben und gewidmet.

Konzertreisen führten Vox Clamantis nach ganz Europa, Israel, Kanada, USA, Kolumbien und Auftritten bei Festivals wie La Folle Journee in Nantes, Warschau, Tokyo, Fribourg, Vale of Glamorgan, Usedom, Kissinger Sommer, Schwäbisch Gmünd, Kunstfest Corvey, Nafplion, Sydney, Hong Kong u.a. 2019 ist das Ensemble erstmals beim RheinVokal Festival zu erleben.

Neben A Cappella Projekten arbeitet das Ensemble immer wieder mit Künstlern wie Arianna Savall, Dhafer Youssef, Marco Ambrosini, Yair Dalal, Jean Claude Pennetier, dem Cello Oktett Amsterdam, dem Ensemble Hortus Musicus, dem Estnischen Philharmonischen Kammerchor und dem Latvian Radio Choir zusammen.

Die Diskographie von Vox Clamantis umfasst die Alben "The Deer's Cry" und "Filia Sion" für ECM Records sowie Franz Liszts „Via Crucis“ bei Mirare, die den Diapason d'Or erhielt. Die CD "Adam's Lament" mit Tõnu Kaljuste, Latvian Radio Choir u.a. wurde 2014 mit dem Grammy Award ausgezeichnet. Der Film „The Great Beauty“ (La Grande Bellezza) unter musikalischer Mitwirkung von Vox Clamantis wurde mit einem Oscar 2014 geehrt.

Im Jahr 2011 erhielten Vox Clamantis und Jaan-Eik Tulve den Jahrespreis der Kulturellen Stiftung Estlands.

Saison 2018/19

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Jaan-Eik Tulve Dirigent

Jaan-Eik Tulve wurde in Tallinn geboren. Nach Abschluss seines Diplomstudiums am Konservatorium seiner Heimatstadt studierte er Gregorianischen Gesang am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris mit Abschluss in 1993. Danach arbeitete er am CNSM als Assistent von Louis-Marie Vigne, der seine musikalische Entwicklung entscheidend beeinflusste. Seine Studien setzte er bei Daniel Saulnier von der Abtei Solesmes fort. Parallel dazu gründete er 1993 gründete Jaan-Eik Tulve in Paris das Ensemble Lac et Mel mit dem er zahlreiche Konzerte in Europa und im Libanon unternahm. 1994 entwickelte er die Abteilung für Frauengesang des Gregorianischen Chores in Paris.

Seit 1996 unterrichtet Jaan-Eik Tulve Gregorianischen Gesang an der Nationalen Musikakademie in Estland. Darüber hinaus gibt er weltweit Kurse für Gregorianischen Gesang.

Für seine Verdienste um die Vokalmusik wurde Jaan-Eik Tulve mit dem Orden des Weißen Sterns der Republik Estland, dem Orden von Léopold in Belgien sowie dem Orden der Künste Frankreichs ausgezeichnet. Vom Estnischen Rundfunk wurde Jaan-Eik Tulve zum Musiker des Jahres 2017 ernannt.

Saison 2017/18

Aktuell

Vox Clamantis beim Kissinger Sommer

Das estnische Vokalensemble Vox Clamantis unter der Leitung von Jaan-Eik Tulve gibt am 11. Juli sein Debüt beim Kissinger Sommer. Zu hören sind Gregorianische Gesänge, sowie Werke von Arvo Pärt, Cyrillus Kreek, Helena Tulve, Tonis Kaumann u.a.

Vox Clamantis beim Festival Europäische Kirchenmusik

Am 18. Juli war das estnische Vokalensemble Vox Clamantis beim Festival Europäische Kirchenmusik in Schwäbisch Gmünd zu hören. Auf dem Programm stehen

Gregorianische Gesänge und Werke von Arvo Pärt. SWR 2 sendet den Konzertmitschnitt am 04.08. um 19:05. https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/geistliche-musik/-/id=658942/sdpgid=1591810/5got1f/index.html

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Vox Clamantis beim Kunstfest Corvey

Das estnische Vokalensemble Vox Clamantis ist am 1. September beim Musikfest Corvey in Höxter mit Gregorianischen Gesängen und Werken von Arvo Pärt und Pérotin zu hören.

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Presse

  • Vox Clamantis beim Kunstfest Corvey

    Die acht Damen und Herren des Ensembles verzauberten durch eine lupenreine Intonation einer sehr präzisenTechnik: Leuchtende Klangsäulen, flexible Dynamik, schattiertes Espressivo. Als Hörer konnte man sich dem Sog einer magisch mystischen Stimmung kaum entziehen. Die Antiphone und Sequenzen zeichneten sich durch höchste Formklarheit und strukturelle Dichte aus.

    Westfalen-Blatt, Dagmar Korth, 04.09.2018

  • Mystische Tiefe und magische Klangschönheit

    Die Stimmen der 14 Choristen erhoben sich wie eine einzige in den Raum. Vor dem Altarraum begann eine Stunde Chormusik von größter Klangschönheit (…). Gregorianische Gesänge wechselten sich annähernd nahtlos mit Werken aus späterer Zeit bis in die Gegenwart ab und verflochten sich zu einer Einheit. (…)Fast übergangslos an das gregorianische „Mandatum Novum“ fügt sich Arvo Pärts „Drei Hirtenkinder aus Fatima“ an, das 2014 von Vox Clamantis uraufgeführt wurde. Obertongesang auf der einen und der tiefe Grundton des Subbasses reicherten das Klangspektrum an, was der Komposition mystische Stimmung verlieh.

    Main-Post, 13.07.2018

    Vox Clamantis ist ein tolles Ensemble: sechs Frauen und sechs Männer, die absolut tonrein und instrumental ohne jedes Tremolo singen können und sich auch durch harmonische Querstände nicht irritieren lassen. Die aber auch brummen und pfeifen können wie eine kleine mittelalterliche Orgel.(…) Am nachhaltigsten in Erinnerung dürfte das Gebet „The Deer’s Cry“ von Arvo Pärt sein. Vox Clamantis machte auch eindrucksvoll deutlich, dass es mit der gregorianischen Tradition noch ein Weilchen weitergeht.

    Saale Zeitung, Thomas Ahnert, 13.07.2018

  • CD "The Deer's Cry" (Der Schrei des Hirsch)

    Jaan-Eik Tulve lässt den Miniaturen die Zeit, die sie zur Entfaltung brauchen, sein Ensemble Vox Clamantis verfügt über die intonatorische Reinheit, aus der die spirituelle Reinheit der Musik erst erwächst, und über die Präzision und Disziplin, die die Mutter der Kontemplation ist. Stück für Stück, Mosaikstein für Mosaikstein fügt sich so das stimmige Porträt eines Komponisten zusammen, bei dem die Kunst der Beschränkung der Schlüssel ist zur Unendlichkeit.

    Thorsten Preuß, BR Klassik, 27.09.2016

     

     

     

  • Arvo Pärt Album: The Deer's Cry

    The level of artistry necessary to achieve the kind of living, breathing performance given here by the Estonian choir Vox Clamantis is a rarity. The 15 singers sound is complete, comfortable possession of the music and its incantatory intentions.

    Terry Blain, BBC Music Magazine

    With a smaller number of singers and closer microphone placement, their tone comes across as more immediate and reedier (...).The Deer's Cry is an important and highly rewarding release.

    Malcolm Riley, Gramophone

    Vox Clamantis boast an exceptional purity and sweetness of tone that perfectly showcases the spare beauty and emotional immediacy of Pärt’s music, as well as its devotional intensity. Vox Clamantis’ account of the title track, ‘Alleluia-Tropus’, and the breathtaking ‘Da Pacem Domine’ are now, in my opinion, the versions against which all future accounts will be measured. No classical collection should be without this utterly gorgeous recording.

    Rick Anderson, CD Hotlist, October 2016

    The Estonian choral group Vox Clamantis comes through with a stunning, second release of music on ECM, a wonderful compilation of Arvo Pärt's works, The Deer's Cry. The choir is heavenly and recorded beautifully. (...) Vox Clamantis gives us extraordinary readings that are among the most definitive out there.

    Gapplegate Classical-Modern Music Review

     

     

     

  • Album: Filia Sion

    Vox Clamantis bricht wahrscheinlich einige der "Regeln" der mittelalterlichen Musik, soweit irgendjemand eine Ahnung davon hat, wie es tatsächlich geklungen hätte. Durch die Kombination von Männerstimmen und Frauenstimmen, durch die Besetzung von Solisten mit Chor und sogar durch die Verwendung zeitgenössischer und nicht standardisierter Gesangstechniken (ich schwöre, ich höre "Obertongesang" hinter Hildegards "Ognis Spiritus"), sorgen Vox Clamantis mit ihrem Einfallsreichtum und ihrer Musikalität für eine inspirierende, musikalische Begegnung.

    John Montanari, New England Public Radio

     

     

  • CD: Franz Liszt: Via Crucis

    Die dreizehn Sänger aus Estland bringen Licht in die ungewohnte Komposition von Liszt, Pianist Jean Claude Pennetiers Klavier besticht durch seine Exzellenz. Das strenge, zerbrechliche Opus wird zu einer mystischen Erfahrung.

    Kommt die Rettung von Via Crucis von Liszt aus dem Baltikum? Der Liszt‘sche Spaziergang vom einstimmigen gregorianischen Gesang bis zu den Grenzen der Moderne von Bach und Palestrina findet eine Einheit, die viele Interpretationen ignorieren (...). Hier erreicht die intime und einzigartige Erfahrung von Via Crucis Ausdruckskraft als auch Rätselhaftigkeit.

    Diapason, Benoît Fauchet, Juni 2013

Diskografie

The Deer's Cry

Arvo Pärt: The Deer's Cry
Jaan-Eik Tulve
Vox Clamantis
ECM (2016)

Liszt: Via Crucis

Franz Liszt: Via Crucis
Jaan-Eik Tulve
Jean Claude Pennetier (Klavier)
Vox Clamantis
Mirare (2013)

Filia Sion

Gregorian Chants
Jaan-Eik Tulve
Vox Clamantis
ECM (2012)