Trio Chausson & Vogler Quartett

20. - 27.07.2020 und nach Absprache

1)

Haydn: Streichquartett g-Moll op. 74/3

Ravel: La Valse
oder

Brahms: Klaviertrio Nr. 3 c-Moll op. 101

Ernest Chausson: Concert für Violine, Klavier und Streichquartett in der Bearbeitung für Klaviertrio und Streichquartett

 

2)

Ravel: Streichquartett F-Dur

Brahms: Klaviertrio Nr. 3 c-Moll op. 101

Ernest Chausson: Concert für Violine, Klavier und Streichquartett in der Bearbeitung für Klaviertrio und Streichquartett

Trio Chausson

Matthieu Handtschoewercker (Violine)
Antoine Landowski (Violoncello)
Boris de Larochelambert (Klavier)

Inspiriert durch die aufgewühlte und zugleich sprühende Musik von Ernest Chausson (1855-1899), die charakteristisch für eine wichtige Epoche der französischen Kunst ist, gab das Ensemble 2001 sein erstes Konzert beim Festival de Clairac, dem Beginn der erfolgreichen Karriere des Trio Chausson.

Zahlreiche Konzerte führten das Trio durch Europa, USA und Brasilien. Im Rahmen der Konzertreihe Rising Stars trat das Trio Chausson in den wichtigen Konzerthäusern in Europa sowie in der Carnegie Hall New York auf. Bei Festivals wie Folles Journées Nantes, La Roque d'Anthéron, Tours, Colmar, Prades, Echternach, Wallonie, Vendsyssel, Heidelberger Frühling, Zeist, und Konzerten in Luzern, Frankfurt, München, Hannover, Grenoble, Venedig, Tilburg, Klagenfurt, Bensheim, Reutlingen, Metz, Clermont-Ferrand, Lille, Paris u.a. wurde das Trio begeistert gefeiert.

Das Trio Chausson spielte die Uraufführung des Tripelkonzertes von Ernest Chausson/Mathieu Lamboley mit dem Orchestre d’Auvergne und musizierte dieses Konzert u.a. beim Folles Journeés Festival in Nantes. Das Trio bietet ein vielseitiges Repertoire in diversen Besetzungen u.a. Klavierquartette mit Mathieu Herzog und Alexander Pavlovsky, Viola sowie Quartette mit Sopran und Trompete an.

Das Ensemble hat bereits fünf hervorragend besprochene CDs mit Trios von Chausson, Ravel, Schubert, Chopin, Liszt, Debussy, Cécile Chaminade, René Lenormand, Haydn und Johann Nepomuk Hummel bei Mirare Records eingespielt, die von ihrem wachen Interesse an ungewöhnlichen und wenig bekannten Werken zeugen. Für die CD mit Trios von Haydn und Hummel erhielt das Trio den Gramophone Editor’s „Choice of the Month“ 2015.

Wichtige Impulse erhielt das  Trio Chausson als Mitglied der European Chamber Music Academy (ECMA) durch die Zusammenarbeit mit bedeutenden Kammermusikern wie Hatto Beyerle, Anner Bylsma, Gérard Wyss, Eckart Heiligers, Shmuel Ashkenazy, Rainer Kussmaul und Johannes Meissl. Insbesondere durch Hatto Beyerle (Alban Berg Quartett) wurde das Trio intensiv gefördert.

2005 gewann das Trio Chausson den Internationalen Kammermusikwettbewerb Joseph Joachim in Weimar. 2004 wurde es beim Joseph Haydn Wettbewerb mit dem Preis für die beste Interpretation zeitgenössischer Musik ausgezeichnet.

Boris Larochelambert und Antoine Landowski wurden am Pariser Konservatorium in der Klasse von Pierre-Laurent Aimard im Bereich Kammermusik ausgebildet. Nach ihrem Abschluss studierten sie weiter bei Claire Désert, Ami Flammer und Alain Meunier. Leonard Schreiber studierte an der Purcell School of Music sowie dem Royal College of Music in London und schloss sein Studium mit Auszeichnung ab. Er musizierte unter anderem mit dem Borodin Quartett, Miguel da Silva (Violine), Henri Demarquette (Cello) und Andrei Korobeinikov (Klavier).

Saison 2018/19

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Vogler Quartett (In Zusammenarbeit mit Künstleragentur Vivace)

Tim Vogler (Violine)
Frank Reinecke (Violine)
Stefan Fehlandt (Viola)
Stephan Forck (Violoncello)

Individualität, die sich im Gemeinsamen entfaltet – hier liegt wohl das Geheimnis des Vogler Quartetts, das seit 1985 in unveränderter Besetzung weltweit eine einzigartige Karriere verfolgt. Mit kammermusikalischer Intelligenz, spieltechnischer Souveränität und interpretatorischem Feingefühl lassen Tim Vogler, Frank Reinecke, Stefan Fehlandt und Stephan Forck einen unverkennbaren Streichquartettklang entstehen, der dank der lebendigen Ensemblekultur immer neue Perspektiven gewinnt.

Der erste Preis beim berühmten Streichquartettwettbewerb in Evian 1986 machte das damalige Ostberliner Ensemble von der Hochschule für Musik „Hanns Eisler" bereits ein Jahr nach seiner Gründung international bekannt. Eberhard Feltz, György Kurtág und das LaSalle Quartett, hier vor allem Walter Levin, förderten das Quartett und wurden zu prägenden Mentoren.

In den europäischen Musikzentren fühlen sich die vier Musiker ebenso zu Hause wie in den USA, Japan, Australien und Neuseeland. Sie waren bereits auf nahezu allen wichtigen Konzertpodien zu Gast und spielten in diversen europäischen und nordamerikanischen Kammermusikreihen. Seit 1993 veranstaltet das Vogler Quartett im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt eine eigene Konzertreihe sowie seit 2000 in Neubrandenburg. Darüber hinaus gründete das Ensemble das jährlich stattfindende Kammermusikfestival „Musik in Drumcliffe" im irischen Sligo und übernahm 2002 die künstlerische Leitung der Kammermusiktage Homburg/Saar.

Sein umfangreiches Repertoire, das die klassische Quartettliteratur von Haydn bis zu Bartók und der Zweiten Wiener Schule umfasst, erweitert das Ensemble mit weniger bekannten Werken und neuer Musik. Die vier Musiker führten u.a. die Werke von Karl Amadeus Hartmann sowie das mehrstündige Quartett Nr. 2 von Morton Feldman auf und realisierten zusammen mit dem Arditti Quartett einen Rihm-Zyklus zur EXPO 2000. Zu den Uraufführungen zählen Kompositionen von Moritz Eggert, Frank Michael Beyer, Ian Wilson, Jörg Widmann, Mauricio Kagel, Erhard Grosskopf, Taner Akyol und aktuell im März 2017 das Quartett „Von Liebe zur Linie" des deutschen Komponisten Sven-Ingo Koch (*1972).

Regelmäßig arbeitet das Vogler Quartett mit namhaften Künstlern wie Jörg Widmann, David Orlowsky, Salome Kammer, Jochen Kowalski sowie mit Tatjana Masurenko und Oliver Triendl zusammen und vergrößert damit sein Spektrum. In seiner langen Karriere konzertierte das Quartett u.a. mit Kammermusikgrößen wie Lynn Harrell, James Levine, Bernard Greenhouse, Boris Pergamenschikow und Menahem Pressler. Mit der Sängerin Ute Lemper verbindet das Vogler Quartett eine langjährige Zusammenarbeit. In dieser Saison musiziert das Quartett u.a. mit der Sopranistin Christiane Oelze.

Die Diskographie des Vogler Quartetts beinhaltet eine Reihe hochgelobter Einspielungen für die Labels BMG/RCA, Nimbus, col legno und cpo. Bei der „Profil"-Edition Günter Hänssler wurden Schubert- und Mendelssohn-Interpretationen veröffentlicht. Die bei Sony erschienene CD „Paris Days – Berlin Nights" mit Ute Lemper und Stefan Malzew erhielt eine Grammy-Nominierung. 2014 legte das Vogler Quartett bei „Phil.harmonie" ein Tango-Album mit dem Bandoneonisten Marcelo Nisinman vor. Derzeit entsteht eine Gesamtaufnahme der Dvořák-Quartette für das Label cpo (drei CDs liegen bereits vor). 2017 erschien eine CD-Box mit Live-Mitschnitten der Jubiläumssaison der Konzerthaus-Reihe mit Quartetten von Henze, Kagel, Weill und Widmann sowie Werken von Ravel, Respighi, Abril und Chausson.

Neben der Konzerttätigkeit engagieren sich die Musiker stark für den musikalischen Nachwuchs. Sie unterrichten als Professoren an den Hochschulen in Berlin, Frankfurt, Leipzig, Stuttgart und Dublin und geben Meisterkurse für professionelle Quartette in Europa und Übersee. Als Nachfolger des Melos-Quartetts hatte das Vogler Quartett von 2002-2007 die Professur für Kammermusik an der Musikhochschule in Stuttgart inne. Im Bereich der Musikvermittlung zählen die Instrumentalisten zu den aktivsten deutschen Kammermusikensembles. Sie verwirklichen Kinder- und Jugendprojekte beim jährlichen Festival „Musik in Drumcliffe" und seit 2005 bei den mehrfach ausgezeichneten Nordhessischen Kindermusiktagen in Kassel.

Anlässlich des 30jährigen Quartettjubiläums erschien 2015 ein Buch mit dem Titel „Eine Welt auf sechzehn Saiten – Gespräche mit dem Vogler Quartett".

Saison 2018/19

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