© Sami Perttilae

Tapiola Sinfonietta

Risto Joost, Dirigent | Jonathan Roozeman, Violoncello

Tonu Korvits: Elegies of Thule
Tschaikowsky: Rococo Variationen für Violoncello und Orchester

N.N.: Orchesterwerk oder
Esa-Pekka Salonen: Mania für Violoncello und Orchester
Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92

 

 

Tapiola Sinfonietta

Die Wurzeln der Tapiola Sinfonietta liegen in der lebhaften Musikszene, die seit den 1960er Jahren im Stadtteil Tapiola im finnischen Espoo floriert. Das Orchester ist bekannt für sein breites und vielfältiges Repertoire und Konzerte teilweise ohne Dirigent. Der Klang des Orchesters spiegelt die enge und tiefe Interaktion seiner Musiker wider. 1987 gegründet, hat sich die Tapiola Sinfonietta von einem Streichensemble zu einem Orchester von 42 Mitgliedern entwickelt. Anders als bei allen anderen finnischen Orchestern wird die künstlerische Planung vom Orchester selbst durchgeführt.

In den frühen Jahren des Orchesters gab es Künstlerische Leiter wie Jorma Panula und Osmo Vänskä und Gastdirigenten wie Paavo Berglund, Hannu Lintu, Leif Segerstam, Masaaki Suzuki und Olari Elts. Zu den Artists in Association gehören der Pianist Olli Mustonen, der Geiger Pekka Kuusisto und die Dirigenten Stefan Asbury und Santtu-Matias Rouvali. Die künstlerische Leitung des Ehrendirigenten Jean-Jacques Kantorow (1993-2006) war von entscheidender Bedeutung für die Gestaltung des aktuellen Klanges des Orchesters.

Zu den Artists-in-Association zählen die Pianisten Olli Mustonen und Alexander Melnikov, die Geigerin Pekka Kuusisto sowie die Dirigenten Mario Venzago und Santtu-Matias Rouvali.

In der Saison 2019/2020 sind der Dirigent-Cellist Klaus Mäkelä und der Gitarrist Marzi Nyman Artists-in-Association. Der Artist-in-Residence 2019/2020 ist Taavi Oramo, der als Dirigent, Sänger, Klarinettist und im Bereich der elektronischen Musik tätig ist.

Die Tapiola Sinfonietta tritt regelmäßig in ganz Finnland auf und tourte durch Europa, Asien und die USA. Ihre Diskografie umfasst mehr als 70 Alben bei Labels wie Ondine, BIS und cpo.

Das Orchester spielt auch häufig Kammermusik und engagiert sich für Cross-Genre-Projekte.

Saison 2019/20

Risto Joost Dirigent

Der junge estnische Dirigent Risto Joost zeichnet sich durch seine spezialisierte Vielseitigkeit aus und gilt als einer der innovativsten Köpfe der jüngeren Dirigentenszene. Der ausgebildete Sänger und Conductor in Residence an der Estnischen Nationaloper hatte bereits bedeutende künstlerische Positionen wie die Chefposition des Tallinn Chamber Orchestra und Künstlerischer Leiter des MDR Rundfunkchors von 2015 bis 2019 inne, war bei wichtigen Wettbewerben erfolgreich und dirigierte bereits namhafte Orchester weltweit.

Risto Joost ist ein gefragter Gastdirigent bei Orchestern wie Helsinki Philharmonic, Mariinsky Orchester, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, SWR Symphonieorchester, Dänisches National Symphonie Orchester, Netherlands Philharmonic, Bergen Philharmonic, Norwegian Opera Orchestra, Tampere Philharmonic, Strasbourg Philharmonic, Noord Nederlands Orkest, Prague Radio Symphony, Janacek Philharmonic, Orchestre de Chambre de Lausanne, Netherlands Chamber Orchestra, Orchester des Teatro la Fenice, Tapiola Sinfonietta, Stuttgarter Kammerorchester, Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Latvian National Symphony, Estonian National Symphony, u.a.
Außerdem arbeitete er mit dem RIAS Kammerchor, SWR Vokalensemble, Ars Nova Copenhagen, Swedish Radio Choir, Rundfunkchor Berlin, Estonian Philharmonic Chamber Choir u.a. zusammen.

An der Estnischen Nationaloper hat Risto Joost über zwanzig Opernpremieren dirigiert. Sein Repertoire reicht von barocker bis zu anspruchsvoller zeitgenössischer Musik. Beim Birgitta Festival in Tallinn leitete er 2018 Aufführungen von La Bohème.

Kommende Höhepunkte sind seine Debüts beim Copenhagen Philharmonic, NDR Radiophilharmonie, South Netherlands Philharmonic, Flanders Symphony, Trondheim Symphony, Brno Philharmonic sowie Wiedereinladungen beim Helsinki Philharmonic, Bergen Philharmonic, Norwegian Opera Orchestra, Noord Nederlands Orkest, WKO Heilbronn, diverse Projekte mit dem Janacek Philharmonic Orchestra u.a. Beim MDR Sinfonieorchester und MDR Rundfunkchor dirigiert Risto Joost mehrere Projekte mit Werken von Beethoven, Mendelssohn, Tonu Korvits u.a.

Risto Joosts Diskografie umfasst Tonu Korvits‘ Moorland Elegies (Ondine Records) und Werke von Joseph Haydn mit dem Tallinn Chamber Orchestra bzw. Estnischen Philharmonischen Kammerchor, Musik von Peeter Vähi mit dem Latvian National Symphony sowie Werke von Arvo Pärt mit dem Netherlands Chamber Orchestra und Netherlands Chamber Choir, verschiedene Alben von estnischen Kompositionen mit dem Estonian National Symphony und Tallinn Chamber Orchestra.

Für seine künstlerischen Aktivitäten in Estland und im Ausland erhielt Risto Joost 2016 den Musikpreis der Kulturstiftung Estland sowie 2011 den Young Cultural Figure Award der Estnischen Republik. Er war Preisträger des Malko Conducting Competition 2015 und des Jorma Panula Conducting Competition 2012.

Risto Joost studierte Dirigieren, Chorleitung und Gesang an der Estnischen Musikakademie Tallinn sowie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und schloss 2008 sein Studium am Royal College of Music Stockholm bei Jorma Panula mit Auszeichnung ab.

Er gründete den Kammerchor Voces Musicales 1999 in Estland und war Künstlerischer Leiter des Birgitta Festivals in Tallinn.

Saison 2019/20

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Jonathan Roozeman Violoncello

Der finnisch-niederländische Cellist und aufstrebende Star Jonathan Roozeman etabliert sich bereits als Musiker von außergewöhnlicher musikalischer Integrität. Sein phänomenaler, expansiver und vielseitiger Klang eignet sich nicht nur für Werke des klassischen Kernrepertoires, sondern auch für Werke von Kabalevsky, Kokkonen, Vieuxtemps und Sallinen. Er wurde von Top-Dirigenten wie Valery Gergiev, Sakari Oramo, Esa-Pekka Salonen, Osmo Vänskä, Dima Slobodeniouk, Jukka-Pekka Saraste und Santtu-Matias Rouvali eingeladen mit führenden Orchestern wie dem Mariinsky Orchestra, St. Petersburger Philharmonikern und dem Finnish Radio Symphony Orchestra zu musizieren.

Zu seinen Engagements in 2019/20 zählen erneute Auftritte mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra unter Esa-Pekka Salonen, hr-Sinfonieorchester mit Christoph Eschenbach, Basque National Orchestra unter Edo de Waart, Tampere Philharmonic, Gulbenkian Orchestra, Polish National Radio Symphony sowie eine Aufführung von Alexey Shors Cellokonzert mit dem Armenian State Symphony Orchestra. Jonathan wird zum Ark Hills Festival nach Tokio zurückkehren, um mit Fumiaki Miura und Nobuyuki Tsujii zusammen zu spielen sowie nach Spanien für gemeinsame Konzerte mit Fumiaki Miura und der Pianistin Varvara. Außerdem wird er beim Baroque on the Edge Festival in London zusammen mit Bassist Lauri Porra auftreten und sein Projekt „Bach Reimagined“ vorstellen.

Saison 2019/20

Presse

  • CD Kritik: Erkki-Sven Tüür Portrait

    Die Tapiola Sinfonietta hat eine außergewöhnlich kultivierte, raffinierte und unverwechselbare Art zu spielen, die die individuellen Eigenschaften jeder Stimmgruppe hervorhebt (Ondine).

    Rondo Classic Finnland 2/2018

  • CD Kritik: Strawinsky Portrait

    Das Orchester spielt mit elektrischer Energie, und die hoch aufgeladenen Aufführungen gleichen den anscheinenden Mangel an Emotionen in Strawinskys Musik mehr als aus (BIS Records).

    All Music Review, Blair Sanderson, 10.06.2016