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Tapiola Sinfonietta

Risto Joost, Dirigent | Pablo Ferrández, Violoncello

11. - 15.11.2019

Arvo Pärt: Trisagion
Arvo Pärt: Fratres (Version für Orchester)
Esa-Pekka Salonen: Mania für Violoncello und Orchester
Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 Eroica oder
Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92

 

 

Tapiola Sinfonietta

Die Wurzeln der Tapiola Sinfonietta liegen in der lebhaften Musikszene, die seit den 1960er Jahren im Stadtteil Tapiola im finnischen Espoo floriert. Das Orchester ist bekannt für sein breites und vielfältiges Repertoire und Konzerte teilweise ohne Dirigent. Der Klang des Orchesters spiegelt die enge und tiefe Interaktion seiner Musiker wider. 1987 gegründet, hat sich die Tapiola Sinfonietta von einem Streichensemble zu einem Orchester von 42 Mitgliedern entwickelt. Anders als bei allen anderen finnischen Orchestern wird die künstlerische Planung vom Orchester selbst durchgeführt.

In den frühen Jahren des Orchesters gab es Künstlerische Leiter wie Jorma Panula und Osmo Vänskä und Gastdirigenten wie Paavo Berglund, Hannu Lintu, Leif Segerstam, Masaaki Suzuki und Olari Elts. Zu den Artists in Association gehören der Pianist Olli Mustonen, der Geiger Pekka Kuusisto und die Dirigenten Stefan Asbury und Santtu-Matias Rouvali. Die künstlerische Leitung des Ehrendirigenten Jean-Jacques Kantorow (1993-2006) war von entscheidender Bedeutung für die Gestaltung des aktuellen Klanges des Orchesters.

In der Saison 2018/19 sind die Dirigenten Mario Venzago, Pianist Alexander Melnikov und der Gitarrist Marzi Nyman die Artists in Association. Der Dirigent und Cellist Klaus Mäkelä wurde von 2018-2021 zum Artist in Association ernannt.

Die Tapiola Sinfonietta tritt regelmäßig in ganz Finnland auf und tourte durch Europa, Asien und die USA. Ihre Diskografie umfasst mehr als 70 Alben bei Labels wie Ondine, BIS und cpo.

Das Orchester spielt auch häufig Kammermusik und engagiert sich für Cross-Genre-Projekte.

Saison 2018/19

Risto Joost Dirigent

Der junge estnische Dirigent Risto Joost zeichnet sich durch seine spezialisierte Vielseitigkeit aus und genießt auf dem Podium und am Opernpult große Anerkennung. Er hatte bereits bedeutende künstlerische Positionen inne, war bei wichtigen Wettbewerben erfolgreich und dirigierte bereits bedeutende Orchester weltweit. Der ausgebildete Sänger und Conductor in Residence an der Estnischen Nationaloper ist Chefdirigent des Tallinn Chamber Orchestra, Künstlerischer Leiter des Birgitta Festival Tallinn sowie Künstlerischer Leiter des MDR Rundfunkchores seit 2015.

Neben seinen diversen Projekten mit dem MDR Sinfonieorchester und MDR Rundfunkchor ist Risto Joost ein gefragter Gastdirigent bei Orchestern wie dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, SWR Symphonieorchester, Dänisches National Symphonie Orchester, Mariinsky Orchester, Netherlands Philharmonic , Netherlands Chamber Orchestra, Orchester des Teatro la Fenice, Prague Radio Symphony, Strasbourg Philharmonic, Tapiola Sinfonietta, Stuttgarter Kammerorchester, Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Estonian National Symphony, Latvian National Symphony, Odense Symphony, Tampere Philharmonic u.a. Außerdem arbeitete er mit dem RIAS Kammerchor, SWR Vokalensemble, Ars Nova Copenhagen, Swedish Radio Choir, Estonian Philharmonic Chamber Choir, Netherlands Chamber Choir und dem Rundfunkchor Berlin zusammen.

An der Estnischen Nationaloper hat Risto Joost über zwanzig Opernpremieren dirigiert. Sein Repertoire reicht von barocker bis zu anspruchsvoller zeitgenössischer Musik. Beim Birgitta Festival in Tallinn leitete er 2018 Aufführungen von La Bohème.

Kommende Höhepunkte sind seine Debüts beim Helsinki Philharmonic, Copenhagen Philharmonic, NDR Radiophilharmonie, South Netherlands Philharmonic, Norwegian Opera Orchestra, Orchestre de Chambre de Lausanne, Sinfonieorchester Wuppertal sowie diverse Projekte mit dem Janacek Philharmonic Orchestra. Mit dem MDR Sinfonieorchester und MDR Rundfunkchor dirigiert Risto Joost in dieser Saison Schuberts Sinfonie Nr. 8 und Messe As-Dur, Mahlers Sinfonie Nr. 2, J.S. Bach/Mendelssohn Matthäus Passion und Beethovens Sinfonie Nr. 9.

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Pablo Ferrández Violoncello

Pablo Ferrández, geboren 1991 in Madrid, begann mit drei Jahren, Cello zu spielen. Als Solist arbeitete Pablo Ferrández mit Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Zubin Mehta, Valery Gergiev, Yuri Temirkanov, Vladimir Jurowski, Thomas Sondegard, Vassily Petrenko, Gabor Takacs, David Afkham, Robert Trevino, Alpesh Chauhan, Joshua Weilerstein, Andris Poga, Juanjo Mena, Carlos Miguel Prieto, Rossen Milanov und Aziz Shokhakimov zusammen. Brahms‘ Doppelkonzert spielte er jüngst mit Anne-Sophie Mutter in Madrid und Oxford. In diesem 1. Symphoniekonzert gibt der Musiker, der trotz seines geringen Alters in der Presse schon als »einer der Top-Cellisten« bezeichnet wird, sein Debüt bei den Symphonikern Hamburg. In dieser Saison tritt er außerdem mit renommierten Orchestern wie diesen auf: Rotterdam Philharmonic, Mariinsky Orchestra, St. Petersburg Philharmonic, Orchestre de la Suisse Romande, Acadmy of St. Martin in the Fields, BBC Scottish Symphony und viele andere.

Presse

  • CD Kritik: Erkki-Sven Tüür Portrait

    Die Tapiola Sinfonietta hat eine außergewöhnlich kultivierte, raffinierte und unverwechselbare Art zu spielen, die die individuellen Eigenschaften jeder Stimmgruppe hervorhebt (Ondine).

    Rondo Classic Finnland 2/2018

  • CD Kritik: Strawinsky Portrait

    Das Orchester spielt mit elektrischer Energie, und die hoch aufgeladenen Aufführungen gleichen den anscheinenden Mangel an Emotionen in Strawinskys Musik mehr als aus (BIS Records).

    All Music Review, Blair Sanderson, 10.06.2016