Tallinn Chamber Orchestra

Risto Joost, Dirigent | Carolin Widmann, Violine

Termine nach Absprache
Werke von Mendelssohn und Arvo Pärt

1.

Heino Eller: Fünf Stücke für Streichorchester

Felix Mendelssohn: Violinkonzert d-Moll

*

Erich Korngold: Symphonische Serenade B-Dur op. 39

oder
Peter Tschaikowsky: Souvenir de Florence

 

2.

Arvo Pärt: Cantus in memoriam Benjamin Britten

Felix Mendelssohn: Violinkonzert d-Moll

*

Arvo Pärt: Fratres für Solovioline und Orchester

Erich Korngold: Symphonische Serenade B-Dur op. 39

oder

Peter Tschaikowsky: Souvenir de Florence

Tallinn Chamber Orchestra

Das Tallinn Chamber Orchestra wurde 1993 von Tõnu Kaljuste aus Absolventen des Konservatoriums Tallinn gegründet und entwickelte es zum führenden estnischen professionellen Kammerorchester. Regelmässig wird das Streichorchester mit den besten Bläsern des Estnischen Nationalorchesters und dem Orchester der Estnischen Oper erweitert.

Seit 2013/14 ist Risto Joost Chefdirigent des Orchesters. Er hat bereits zahlreiche Projekte und Aufnahmen mit dem Orchester mit Werken von Haydn, Toivo Tulev, Mirjam Tally, Peeter Vähi sehr erfolgreich realisiert. Im Juli 2016 hat er die Erstaufführung von Ülo Kriguls Oper Swan Bone City beim estnischen Saarema Opera Festival dirigiert.

Gastdirigenten des Tallinn Chamber Orchestra sind Kristjan Järvi, Olari Elts, Arvo Volmer, Vello Pähn, Andres Mustonen, John Storgårds, Pietari Inkinen, Okko Kamu, Juha Kangas, Jaakko Kuusisto, Richard Tognetti, Terje Tonnesen, Valentin Zhuk, Daniel Raiskin, Samuel Wong und Dmitri Sitkovetsky.

Das Tallinn Chamber Orchestra arbeitet regelmäßig mit dem Estnischen Philharmonischen Kammerchor zusammen. Bei ECM Records, harmonia mundi, Warner Classics u.a. wurden zahlreiche CDs mit Tonu Kaljuste eingespielt, darunter Arvo Pärts Te Deum sowie Da pacem Domine, Werke von Erkki-Sven Tüür sowie von Mozart und Vivaldi.

Gastauftritte führten das Orchester zu namhaften Festivals wie Schleswig-Holstein, Bremen, Settembre Musica Torino, Bergamo & Brescia Festival Arturo Benedetti Michelangeli, Cervantino, Budapest Autumn und anderen sowie in zahlreiche Konzertsäle in ganz Europa, USA, Kanada, Brasilien, Argentinien, Mexiko und Japan.

Saison 2018/19

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Risto Joost Dirigent

Der junge estnische Dirigent Risto Joost zeichnet sich durch seine spezialisierte Vielseitigkeit aus und genießt auf dem Podium und am Opernpult große Anerkennung. Er hatte bereits bedeutende künstlerische Positionen inne, war bei wichtigen Wettbewerben erfolgreich und dirigierte bereits bedeutende Orchester weltweit. Der ausgebildete Sänger und Conductor in Residence an der Estnischen Nationaloper ist Chefdirigent des Tallinn Chamber Orchestra, Künstlerischer Leiter des Birgitta Festival Tallinn sowie Künstlerischer Leiter des MDR Rundfunkchores seit 2015.

Neben seinen diversen Projekten mit dem MDR Sinfonieorchester und MDR Rundfunkchor ist Risto Joost ein gefragter Gastdirigent bei Orchestern wie dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, SWR Symphonieorchester, Dänisches National Symphonie Orchester, Mariinsky Orchester, Netherlands Philharmonic , Netherlands Chamber Orchestra, Orchester des Teatro la Fenice, Prague Radio Symphony, Strasbourg Philharmonic, Tapiola Sinfonietta, Stuttgarter Kammerorchester, Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Estonian National Symphony, Latvian National Symphony, Odense Symphony, Tampere Philharmonic u.a. Außerdem arbeitete er mit dem RIAS Kammerchor, SWR Vokalensemble, Ars Nova Copenhagen, Swedish Radio Choir, Estonian Philharmonic Chamber Choir, Netherlands Chamber Choir und dem Rundfunkchor Berlin zusammen.

An der Estnischen Nationaloper hat Risto Joost über zwanzig Opernpremieren dirigiert. Sein Repertoire reicht von barocker bis zu anspruchsvoller zeitgenössischer Musik. Beim Birgitta Festival in Tallinn leitete er 2018 Aufführungen von La Bohème.

Kommende Höhepunkte sind seine Debüts beim Helsinki Philharmonic, Copenhagen Philharmonic, NDR Radiophilharmonie, South Netherlands Philharmonic, Norwegian Opera Orchestra, Orchestre de Chambre de Lausanne, Sinfonieorchester Wuppertal sowie diverse Projekte mit dem Janacek Philharmonic Orchestra. Mit dem MDR Sinfonieorchester und MDR Rundfunkchor dirigiert Risto Joost in dieser Saison Schuberts Sinfonie Nr. 8 und Messe As-Dur, Mahlers Sinfonie Nr. 2, J.S. Bach/Mendelssohn Matthäus Passion und Beethovens Sinfonie Nr. 9.

Seine Diskografie umfasst Tonu Korvits‘ Moorland Elegies (Ondine Records) und Werke von Joseph Haydn mit dem Tallinn Chamber Orchestra bzw. Estnischen Philharmonischen Kammerchor, Musik von Peeter Vähi mit dem Latvian National Symphony sowie Werke von Arvo Pärt mit dem Netherlands Chamber Orchestra und Netherlands Chamber Choir, verschiedene Alben von estnischen Kompositionen mit dem Estonian National Symphony und Tallinn Chamber Orchestra.

Für seine künstlerischen Aktivitäten in Estland und im Ausland erhielt Risto Joost 2016 den Musikpreis der Kulturstiftung Estland sowie 2011 den Young Cultural Figure Award der Estnischen Republik. Er war Preisträger des Malko Conducting Competition 2015 und des Jorma Panula Conducting Competition 2012.

Risto Joost studierte Dirigieren, Chorleitung und Gesang an der Estnischen Musikakademie Tallinn sowie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und schloss 2008 sein Studium am Royal College of Music Stockholm bei Jorma Panula mit Auszeichnung ab.

Saison 2018/19

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Carolin Widmann Violine

Carolin Widmann ist eine wunderbar vielseitige Musikerin, deren Aktivität von großen klassischen Konzerten, neuen, eigens für sie geschriebenen Kompositionen, Solokonzerten, einer breiten Palette von Kammermusik und in zunehmendem Maße auch bis zu Barockmusik einschließlich der musikalischen Leitung von Konzerten reicht.

Nach der Veröffentlichung der von der Kritik hochgelobten Mendelssohn/Schumann Konzerte CD gab Carolin Widmann zuletzt ihre Debüts mit dem Royal Philharmonic Orchestra, Hallé Orchestra, Stavanger Symphony, Orchestra Sinfonia do Estão de São Paulo Symphony Orchestra, Residentie Orkest Den Haag und Irish Chamber Orchestra.Widmann brachte auch Michael Zev Gordons neues Violinkonzert mit dem BBC Symphony Orchestra unter Sakari Oramo zur Uraufführung.

Zum ‘Artist of the Year 2013’ bei den International Classical Music Awards gekürt, gastierte Carolin Widmann beim Gewandhausorchester Leipzig, Orchestre National de France, Tonhalle Orchester Zürich, Tschechische Philharmonie, Radio-Symphonieorchester Wien, Philharmonia Orchestra, London Philharmonic, BBC Symphony Orchestra, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung von herausragenden Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Riccardo Chailly, Sir Roger Norrington, Marek Janowski und Pablo Heras-Casado.

Carolin Widmann war Artist in Residence der Alten Oper Frankfurt und war bei Festivals wie dem Diaghilev Festival in Perm zu Gast.

In der Saison 2017/18 gab Carolin Widmann Konzerte mit dem BBC Symphony Orchestra, Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, mit der NDR Radiophilharmonie, dem Residentie Orkest und RTE National Symphony Orchestra of Ireland, Soloabende bei Ultraschall Berlin, im BOZAR in Brüssel, in Salzburg und Fribourg und trat im Rahmen von Kammermusikprojekten in Wien und bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern auf.

Höhepunkte der Saison 2018/19 umfassen Einladungen zu den Berliner Philharmonikern, zum Netherlands Radio Philharmonic Orchestra, BBC Philharmonic Orchestra, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, London Philharmonic Orchestra, Gulbenkian Orchestra, BBC Scottish Symphony Orchestra, Orchestra della Svizzera Italiana und dem MDR Sinfonieorchester. Außerdem spielt Carolin Widmann die Weltpremiere von Jörg Widmanns Violinkonzert Nr. 2 in der Suntory Hall in Tokio mit dem Tokyo Metropolitan Orchestra und führt das Werk in Europa mit dem Orchestre de Paris und dem Schwedischen Radiosinfonieorchester unter Daniel Harding sowie mit dem hr-Sinfonieorchester in der Alten Oper Frankfurt unter Andrés Orozco-Estrada auf.

Als regelmäßiger Gast der Londoner Wigmore Hall genießt Carolin Widmann hoch gelobte Duo- Partnerschaften mit Alexander Lonquich und Dénes Várjon, mit denen sie auch für das CD-Label ECM aufnimmt. Die Veröffentlichung ihrer CDs mit Werken von Schubert und Schumann haben Aufsehen im In- und Ausland erregt und wurden u. a. mit dem Diapason d’Or und dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Im Jahr 2006 gewann Carolin Widmanns Debüt-CD ‘Reflections’ den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik. Ihre CD mit ‘Violin and Orchestra’ von Morton Feldman mit dem Symphonieorchester des Hessischen Rundfunks unter Emilio Pomárico wurde 2013 veröffentlicht.

Carolin Widmann wurde in München geboren und studierte bei Igor Ozim in Köln, Michèle Auclair in Boston und David Takeno an der Guildhall School of Music and Drama in London.

Seit 2006 ist sie Professorin für Geige an der Hochschule für Musik und Theater “Felix Mendelssohn Bartholdy” Leipzig.

Carolin Widmann spielt auf einer G. B. Guadagnini-Violine von 1782.

Presse

  • CD Kritik: Tonu Korvits Moorland Elegies

    Tonu Korvits scheut sich nicht, vertraute Gebilde einzusetzen, mit regelrechten Melodien und tonalen Klängen bis hin zu „close harmonies“. Mit der Chortradition des Baltikums kombiniert er eine fesselnde Streichorchester-Ebene. (…) Bei der Umsetzung dieser Aufnahme standen dem Komponisten das vorzügliche Tallinn Chamber Orchestra und der Estnische Philharmonische Kammerchor. ein offenbar ungemein sensibler Dirigent und überdies zwei exzellente Solistinnen zur Verfügung.

    Rasmus van Rijn, www.klassik-heute.com, 23.05.2017

  • Risto Joost, Alina Pogostkina und TCO beim MDR Musiksommer

    Die hohe Spielkultur des Tallinn Chamber Orchestra ließ Risto Joost unter dem Gewölbe des Bautzener Doms eindrucksvoll zu Klang werden. Johann Sebastian Bach und Arvo Pärt verbanden sich wie seelenverwandte Solitäre, geschliffen und unaufdringlich musiziert. Mit ausgewogen und kontrapunktisch geführtem Streicherklang, wie ihn Bachs Konzerte verlangen. Mit Intensität, die bei Pärts „Silouan’s Song“ bis ins Mark fuhr. (...) Dieser Abend sah Bach in vitaler Spielfreude, bei Pärt bot er übersinnlich schöne Momente. Hier brachten Joost und sein Orchester das Publikum zum Schweben und ließen eine besondere, baltische Affinität zu dieser Musik ähnlich einer Muttersprache erahnen. Langer Applaus.

    Sächsische Zeitung, Karsten Blüthgen, 10.07.2017

Diskografie

Tonu Korvits: Moorland Elegies

Tonu Korvits: Moorland Elegies
Tallinn Chamber Orchestra
Estonian Philharmonic Chamber Choir
Ondine (2017)

Joseph Haydn Symphony No. 1 in D Major Cello Concerto No 1 in C Major
Symphony No 104 in D Major
Tallinn Chamber Orchestra, Silver Ainomäe, Risto Joost

Tallinna Filharmoonia (2014)