Sinfonieorchester Flandern

Kristiina Poska, Dirigentin | Emmanuel Tjeknavorian, Violine

Beethoven & Brahms

Ülo Krigul: Werk wird später bekannt gegeben
Brahms: Violinkonzert D-Dur op. 77
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Beethoven: Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92

Sinfonieorchester Flandern

Seit über 50 Jahren ist das Sinfonieorchester Flandern ein Leuchtturm innerhalb der flämischen Orchesterlandschaft. Das Orchester, das sich aus sechzig hochengagierten und leidenschaftlichen Musikern zusammensetzt, führt einerseits neue Werke und Uraufführungen auf, andererseits ist es bekannt für seine mitreißenden Darbietungen des großen symphonischen Repertoires von der Klassik bis zur Neuzeit. Das Orchester bietet auf beispielhafte Art Möglichkeiten für junge, talentierte Musiker, Komponisten, Solisten und Dirigenten.

Der Klangkörper hat seinen Sitz in Gent im Musikzentrum De Bijoke. Es hat eigene Konzertreihen in Brüssel, Antwerpen und gastiert in weiteren Städten in Flandern. Darüber hinaus wird das Sinfonieorchester Flandern häufig zu Auftritten in die Niederlande, Großbritannien, Frankreich und nach Deutschland eingeladen.

Ab der Saison 2019/20 ist die erfolgreiche estnische Dirigentin Kristiina Poska Chefdirigentin des Orchesters. Schwerpunkte ihrer künstlerischen Zusammenarbeit mit dem Sinfonieorchester Flandern sind das Projekt „Beethoven Plus“ sowie Programme mit Musik aus England, Skandinavien, dem Baltikum und Russland.

Das Orchester wurde 1960 von dem Ingenieur Dirk Varendonck als Nieuw-Vlaams Symfonieorkest gegründet, der auch sein erster Dirigent war. Ab 1984 standen die Chefdirigenten Patrick Peire, Robert Groslot und Fabrice Bollon am Pult, die das symphonische Repertoire von der Klassik bis zur Gegenwart mit dem Orchester erarbeitet haben. Mitte der 90er Jahre nahm das Orchester seinen aktuellen Namen Sinfonieorchester Flandern an. Seitdem hatten die Dirigenten David Angus, Etienne Siebens, Seikyo Kim und Jan-Latham Koenig die Chefposition inne.

Neben seiner Konzerttätigkeit leistet das Sinfonieorchester Flandern einen großen Beitrag zur kulturellen Förderung mit zahlreichen Projekten wie dem Format „Classical Music Raves“ in Verbindung mit diversen Outdoor Veranstaltungen und Tanzprojekten gemeinsam mit dem Musikzentrum De Bijloke sowie dem Format „CLUB Surround“ mit Besuchern, die mit den Orchestermusikern auf der Bühne sitzen, in Kooperation mit dem Concertgebouw Brugge.

Saison 2018/19

Kristiina Poska Dirigentin

Kristiina Poska besticht mit ihrer außergewöhnlichen Musikalität und ihrem eindrucksvollen, umsichtig gestaltenden Dirigat. In Türi, Estland geboren studierte sie zunächst Chordirigieren an der Estni-schen Musikakademie Tallinn und ab 2004 Orchesterdirigieren in Berlin an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« bei Prof. Christian Ehwald.

2010 wurde sie für Verdis »La Traviata« an die Komische Oper Berlin verpflichtet. Orchester wie Publikum nahmen sie begeistert auf und noch in derselben Spielzeit leitetet Kristiina Poska die Wiederaufnahme von Jacques Offenbachs »La Périchole«. Barrie Kosky berief sie daraufhin als Erste Kapellmeisterin in das Lei-tungsteam des inzwischen vielfach ausgezeichneten Hauses, wo sie bis 2016 tätig war und unter anderem gemeinsam mit Barrie Kosky die international Furore machende Produktion von »Die Zauberflöte« der Grup-pe 1927 erarbeitete.

Als Konzert- und Operndirigentin ist Kristiina Poska international gefragt. Sie arbeitete mit dem Estnischen Staatlichen Sinfonieorchester, den Rundfunksinfonieorchestern in Köln, Leipzig, Frankfurt a.M. und Wien, am Konzerthaus Wien mit der Camerata Salzburg, bei der Mozartwoche Salzburg, den Münchner Philharmoni-kern, der Kammerphilharmonie Bremen, dem Tonhalleorchester Zürich, den Sinfonieorchestern Basel und St. Gallen, dem Orchestra della Svizzera italiana, dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg, dem Copenha-gen Philharmonic, den Göteborger Symphonikern, dem Royal Stockholm Philharmonic, der Estonian Sinfonietta im Wiener Musikverein und dem Beijing und Tokyo Symphony Orchestra.



Opernengagements führten sie u.a. an die Volksoper Wien, die Hamburgische Staatsoper, die Nationaloper Helsinki, die Königliche Oper Stockholm, die Norwegische Oper in Oslo sowie an die Opernhäuser Zürich, Basel und Klagenfurt, wo sie begeisterte Kritiken erhielt. Die Salzburger Nachrichten bejubelten sie als »Musikalisches Zentrum und Herz der in ihrer Wucht wie in ihrer Poesie überwältigenden Aufführung« von »Lady Macbeth von Mzensk«.

In der Spielzeit 2018/19 führen Engagements und Wiedereinladungen sie u.a. zur Semperoper Dresden, zu einem Galakonzert mit der Dresdner Staatskapelle, an die Komische Oper Berlin, der Tapiola Sinfonietta, Gävle Symfoniorkester, dem Norrköping Symphony Orchestra und dem Symfonieorkest Vlaanderen, das sie nach ihrem umjubelten Einstand zur Chefdirigentin mit der Spielzeit 2019/20 verpflichtete. An der English National Opera dirigiert sie eine Neuproduktion der »Die lustige Witwe«, gefolgt von einer Neuproduktion von »Le nozze di Figaro« im Frühjahr 2019 beim Maggio Musicale Fiorentino.

Kristiina Poska war Stipendiatin des Dirigentenforums des Deutschen Musikrates und wurde 2013 mit dem Deutschen Dirigentenpreis ausgezeichnet. Zudem erhielt sie 2012 beim renommierten Malko-Wettbewerb in Kopenhagen mit dem Danish National Symphony Orchestra den 3. Preis und den Publikumspreis.

Saison 2018/19

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Emmanuel Tjeknavorian Violine

Ausgezeichnet beim Internationalen Jean-Sibelius-Violinwettbewerb 2015 für die beste Interpretation des Violinkonzerts von Jean Sibelius sowie als Gewinner des zweiten Preises zog Emmanuel Tjeknavorian internationale Aufmerksamkeit auf sich. 

Die vergangene Spielzeit führte ihn im Rising Star-Zyklus der European Concert Hall Organisation in die renommiertesten Konzertsäle Europas. Daneben standen zahlreiche wichtige Debüts, u.a. als Solist der Orpheum Stiftung Zürich mit dem Tonhalle Orchester Zürich und das Deutschlandradio-Debüt mit dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin in der Berliner Philharmonie. Zur erneuten Begegnung kam es mit den Wiener Symphonikern, dem hr Sinfonieorchester und dem Bruckner-Orchester Linz.

Zu den Höhepunkten der aktuellen Saison gehören seine Debüts mit den weltweit führenden Klangkörpern wie dem Gewandhausorchester, den Sankt Petersburger Philharmonikern, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Orchestra Filarmonica della Scala und dem London Symphony Orchestra. Dabei musiziert er mit Dirigenten wie Semyon Bychkov, Riccardo Chailly und Yuri Temirkanov. Emmanuel Tjeknavorian ist regelmäßiger Gast bei namhaften Festivals und spielt zahlreiche Konzerte in kammermusikalischer Besetzung. So gewann er im Sommer 2018 den LOTTO-Förderpreis des Rheingau Musik Festivals und gemeinsam mit seinem Klavierpartner Maximilian Kromer den NORDMETALL-Ensemblepreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. In dieser Saison kommt es darüber hinaus zu Auftritten bei der Salzburger Mozartwoche auf Mozarts eigener "Costa- Geige" und bei der Sommernachtsgala des Grafenegg Festivals. Als „Junger Wilder“ in Dortmund und „Great Talent“ in Wien wird er an beiden Konzerthäusern für mehrere Spielzeiten in unterschiedlichen Formationen zu hören sein.



Im Dezember 2017 veröffentlichte Emmanuel Tjeknavorian sein Debütalbum SOLO bei Sony Classical, welches sehr hohe Aufmerksamkeit erregte und im Oktober 2018 den neu gegründeten OPUS Klassik-Preis erhielt. Seit September 2017 moderiert er monatlich eine eigene Radio-Show "Der Klassik-Tjek" auf Radio Klassik Stephansdom. Zahlreiche Sender berichteten über den jungen Wiener, so war er bereits in Titel, Thesen, Temperamente und der Tagesschau (ARD), Capriccio (BR), der Kulturzeit (3sat), im ORF2 und in „Stars von morgen“ mit Rolando Villazon (ARTE) zu sehen.

Emmanuel Tjeknavorian wurde 1995 in Wien als Sohn einer Pianistin und eines Dirigenten in eine Musikerfamilie geboren, erhielt ab dem Alter von fünf Jahren Geigenunterricht und trat als Siebenjähriger das erste Mal öffentlich mit Orchester auf. Seit 2011 studiert er bei Gerhard Schulz, ehemals Mitglied des weltberühmten Alban-Berg-Quartetts, an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Emmanuel Tjeknavorian spielt auf einer Violine von Antonio Stradivari, Cremona, 1698, die ihm freundlicherweise von einem Gönner der „Beare's International Violin Society“ aus London zur Verfügung gestellt wurde.

Saison 2018/19

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Aktuell

Flanders Symphony: Saisoneröffnungskonzert

Das Flanders Symphony Orchestra gibt am 3. Oktober sein Saisoneröffnungskonzert in Brügge und damit gleichzeitig das Antrittskonzert seiner neuer Chefdirigentin Kristiina

Poska. Weitere Konzertorte sind Brüssel, Antwerpen, Gent u.a. Auf dem Programm stehen das Doppelkonzert und die 2. Sinfonie von Brahms u.a.

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Presse

  • Kristiina Poska feiert mit dem Sinfonieorchester Flandern einen gelungenen Auftakt

    In Brahms‘ Doppelkonzert ist es Kristiina Poskas klarer Führung zu verdanken, dass sich ein auf die Millisekunde genaues Spiel einstellt, das die Grundlage für diese solistischen Meisterleistungen bildet. So können der erste und dritte Satz begeistern, während der zweite zum Träumen einlädt.[…] Die eigentliche Sternstunde der Dirigentin schlägt mit Brahms‘ 2. Sinfonie. Die feine Abwägung zwischen Behutsamkeit und Expression, die man schon im Doppelkonzert miterleben durfte, begegnet einem hier wieder. […] Bis zum Schluss können Poska und alle Musikergruppen bezaubern. Dem kraftvollen Finale folgen anschließend tosender Applaus und etliche Bravorufe. Mit Kristiina Poska hat hier eine Dirigentin die Arbeit aufgenommen, die weiß, was aus diesem Orchester herauszuholen ist und wie man große Musik zur Aufführung bringt. Ein deutlicher Einstand, der Lust auf mehr macht.

    www. klassik-begeistert.de, Daniel Janz, 5.10. 2019