Symphonieorchester Flandern

Adrien Perruchon, Dirigent | N.N. Klavier

16. - 26.01.2020
Happy New Year Ludwig!

Gioachino Rossini: Ouverture zu “Wilhelm Tell“
Franz Liszt: Klavierkonzert Nr. 1 Es-Dur
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 5 c-Moll op. 67

Sinfonieorchester Flandern

Seit über 50 Jahren ist das Sinfonieorchester Flandern ein Leuchtturm innerhalb der flämischen Orchesterlandschaft. Das Orchester, das sich aus 60 hochengagierten und leidenschaftlichen Musikern zusammensetzt und von renommierten (Gast-)Dirigenten geleitet wird, führt einerseits neue Werke und Uraufführungen auf, andererseits ist es bekannt für seine mitreißenden Darbietungen des großen symphonischen Repertoires von der Klassik bis zur Neuzeit. Das Orchester bietet auf beispielhafte Art Möglichkeiten für junge, talentierte Musiker, Komponisten, Solisten und Dirigenten.

Aufgrund verschiedener Konzertreihen in den großen Sälen in Flandern und Brüssel gelingt es dem Orchester, ein großes Publikum zu erreichen. Darüber hinaus wird das Orchester häufig zu Auftritten nach Frankreich, Deutschland und in die Niederlande eingeladen.

Seit der Saison 2013/14 leitet der britische Dirigent Jan Latham-Koenig das Sinfonieorchester Flandern, er folgt als Chefdirigent auf den Japaner Seikyo Kim. Latham-Koenig gilt als einer der besten Dirigenten Großbritanniens und hat bereits weitreichende Erfahrungen im symphonischen wie im Opernrepertoire gesammelt. Er ist Künstlerischer Leiter der Novaya Opera in Moskau und leitete über mehrere Jahre das Orquesta Filarmónica de la UNAM in Mexico City.

Mit der Ernennung Latham-Koenigs zum Chefdirigenten hat das Sinfonieorchester Flandern den Wunsch verbunden, das symphonische Repertoire von der Klassik bis zur Gegenwart einer breiten und vielschichtigen Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Jedes Konzert ist aufgrund seines ausgewogenen wie mutigen Programms ein Experiment. Darüber hinaus leistet das Sinfonieorchester Flandern einen großen Beitrag zur kulturellen Förderung mit Projekten für junges Publikum, u. a. mit einer mobilen Ausstellung über die Instrumente des Orchesters.

Das Orchester wurde 1960 von dem Ingenieur Dirk Varendonck gegründet, der auch sein erster Dirigent war. Seit 1984 wurde das Nieuw-Vlaams Symfonieorkest von Patrick Peire, Robert Groslot und Fabrice Bollon geleitet. Mitte der 1990er-Jahre nahm das Orchester mit der Ankunft des neuen Orchestermanagers Dirk Coutigny schließlich seinen aktuellen Namen an. Seitdem wurde das Orchester von David Angus, Etienne Siebens und Seikyo Kim als seine Chefdirigenten geleitet.

Saison 2018/19

Case Scaglione Dirigent

Der US-amerikanische Dirigent Case Scaglione hat Orchester auf der ganzen Welt mit seiner einfühlsamen und nachdenklichen Art des Musizierens beeindruckt. Nach seinem erfolgreichen Deutschlanddebüt im Juni 2016 mit dem WKO wird er im September 2018 das erste Mal als neuer Chef am Pult dieses Klangkörpers stehen. Neben vielzähligen Projekten mit dem WKO wird er außerdem zu weiteren Konzerten mit dem Orchestre National d’Ile de France, dem Phoenix Symphony Orchestra, den Brno Philharmonikern, dem Dallas Symphony Orchestra sowie dem Symfonieorkest Vlaanderen zurückkehren.

Höhepunkte der vergangenen Spielzeit waren seine erfolgreichen Debüts mit der Brussels Philharmonic, dem Ulster Orchestra, dem Orquesta Filarmónica de Jalisco, dem Scottish Chamber Orchestra und dem RTÉ National Symphony Orchestra, sowie dem San Diego Symphony Orchestra.

In den vergangenen Jahren hat Case Scaglione unter anderem mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, dem Luzerner Sinfonieorchester oder dem Orquesta Sinfónica Nacional de Colombia zusammengearbeitet. Unter den Solisten, mit denen er auftrat, waren Künstler wie Joshua Bell, Yulianna Avdeeva, Jean-Efflam Bavouzet, Behzod Abduraimov und Khatia Buniatishvili.

In den USA und in Kanada stand Case Scaglione am Pult des New York Philharmonic, Juilliard Orchester, Detroit Symphony Orchestra, Baltimore Symphony Orchestra, Calgary Philharmonic Orchestra und des Winnipeg Symphony Orchestra. In Asien hat er Konzerte des China Philharmonic Orchestra und der Symphonieorchester von Shanghai und Guangzhou dirigiert und wird regelmäßig vom Philharmonischen Orchester Hongkong eingeladen.

Als Associate Conductor des New York Philharmonic – eine Position, die Musikdirektor Alan Gilbert speziell für ihn wieder ins Leben rief – dirigierte er gefeierte Konzerte in der Abonnementserie des Orchesters. Scaglione studierte bei David Zinman an der American Academy of Conducting in Aspen, wo er den James Conlon Preis gewann. Er gewann 2010 den Dirigierwettbewerb in Aspen und erhielt 2011 den Dirigentenpreis der amerikanischen Solti Foundation. Scaglione erwarb seinen Bachelor-Abschluss am Cleveland Institute of Music und seinen Master-Abschluss am Peabody Institute, wo er bei Gustav Meier studierte.