SWR Vokalensemble

Marcus Creed, Leitung

20.07. - 18.08.2018 (Auswahl)
"Best of Marcus Creed" Programm

Werke von Richard Strauss, Maurice Ravel/Clytus Gottwald, Claude Debussy, Sofia Gubaidulina, Wolfgang Rihm, György Kurtág etc.

SWR Vokalensemble

Das SWR Vokalensemble zählt zu den internationalen Spitzenensembles der zeitgenössischen Musik. Seit vielen Jahren widmet sich der Kammerchor der vorbildlichen Aufführung und Entwicklung von Vokalmusik mit Leidenschaft und höchster vokaler Kompetenz. Die instrumentale Klangkultur und die enorme stimmliche und stilistische Flexibilität der Sänger sind einzigartig und faszinieren nicht nur das Publikum in den internationalen Konzertsälen, sondern auch die Komponisten.

Seit Jahren vergibt das Ensemble jedes Jahr mehrere Aufträge an den Chor. Das SWR Vokalensemble hat mehr als 250 neue Chorwerke uraufgeführt, die oft das Unmögliche möglich machen und das Undenkbare vorstellbar machen. Neben zeitgenössischer Musik widmet sich das SWR Vokalensemble vor allem den anspruchsvollen Chorwerken der Romantik und der Klassischen Moderne.

Seit 2003 ist Marcus Creed Künstlerischer Leiter des SWR Vokalensembles. Unter seiner Leitung wurde der Chor für seine kammermusikalische Interpretationskultur und stilsichere Interpretationen mehrfach ausgezeichnet, darunter vier Mal mit dem ECHO Klassik.

Seine Leidenschaft für Neue Vokalmusik wird in seiner Akademie, seinem gesponserten Chor und Schulprojekten sowie speziell gestalteten Kinder- und Jugendkonzerten an das SWR Vokalensemble weitergegeben. Für die Qualität seiner Musikvermittlung wurde es mehrfach ausgezeichnet, ua mit dem "Young Ears Prize", dem "ECHO Klassik für Kinder" und dem Medienpreis "Leopold".

Den Großteil seiner Konzerte gibt das SWR Vokalensemble in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Darüber hinaus ist das Ensemble auch zu Gast bei renommierten Festivals und auf internationalen Konzertpodien.

Saison 2018/19

 

 

Marcus Creed Dirigent

Der englische Dirigent Marcus Creed begann sein Studium am King‘s College in Cambridge, wo er Gelegenheit hatte, im berühmten King’s College Choir zu singen. Weitere Studien führten ihn an die Christ Church in Oxford und die Guildhall School in London.

Folgende Stationen waren für ihn die Deutsche Oper Berlin, die Hochschule der Künste sowie die Gruppe Neue Musik und das Scharoun Ensemble. Von 1987 bis 2001 war Marcus Creed Künstlerischer Leiter des RIAS Kammerchores, 1998 folgte er einem Ruf auf eine Dirigierprofessur an der Musikhochschule Köln.

Seit 2003 ist Marcus Creed Künstlerischer Leiter des SWR Vokalensembles, wo es ihm ein besonderes Anliegen ist, Wiederaufführungen herausragender Kompositionen der jüngsten Vergangenheit, darunter Werke von Luigi Nono, György Kurtág, Wolfgang Rihm oder Heinz Holliger zu realisieren.

Marcus Creed ist ein gefragter Gastdirigent bei Spezialensembles der Alten und Neuen Musik. Seit 2015 leitet er außerdem den Kammerchor des Dänischen Rundfunks.

Seine CD-Veröffentlichungen wurden für ihre stilsicheren und klangsensiblen Interpretationen mit internationalen Auszeichnungen prämiert, darunter der Preis der deutschen Schallplattenkritik, der Edison Award, der Diapason d’Or, der Cannes Classical Award und der ECHO Klassik.

Saison 2018/19

 

 

Presse

  • France! CD Kritik:

    Das SWR Vokalensemble unter Marcus Creed singt mit hörbarem Engagement, mit blitzsauberer Intonation auch in schwierigsten und ausgesetztesten Passagen, mit schlackenloser Artikulation und klarster Deklamation, damit die oben angesprochene poetische Wort-Ton-Beziehung demonstrierend, mit bewundernswerter kompakter und zugleich äußerst flexibler Dynamik und mit völliger Reinheit und Geschlossenheit des Chorklangs, der immer von innen heraus belebt, durchhörbar auch im schwellenden Vollklang und ausgeglichen in jeder Lage ist:
    eine imponierende Demonstration des besten Chorklangs mit einer bestechenden Gradlinigkeit der Gesangslinien, frei von Vibrati und Tremoli.

    www.klassik-heute.de, Rainer W. Janka, 25.09.2018, (3x10 von 10 Sternen)

  • SWR Vokalensemble beweist erneut seine Exzellenz

    Seit 2003 leitet Marcus Creed das SWR Vokalensemble, und in den zurückliegenden 15 Jahren hat er einen Klangkörper geformt, der zum Exzellentesten in der internationalen Chorlandschaft zählt. Intonation, Konzentration, Artikulation, gemeinsames Atmen – und vielleicht am wichtigsten – das selbstverständliche Aufeinander-Hören: Das ist alles da und höchste Kunst.

    Stuttgarter Nachrichten, Susanne Benda, 10.07.2018

  • Ungeheure Präzision und Effizienz

    Marcus Creed atmet mit dem Chor mit und gibt gerade in der Konzertsituation eine große Sicherheit und Freiheit. So können die SängerInnen souverän gestalten und Höchstleistung bringen. Creeds Geheimnis ist es, jede Stimmgruppe und am Ende den gesamten Chor klingen zu lassen wie eine Stimme. Unter seiner Leitung werden die Konzerte zu besonderen Erlebnissen mit magischen Momenten.

    Eva-Maria Schappé, Stuttgarter Zeitung, 26.06.2018

  • Raumklänge und Klangräume

    Es war Chorgesang der internationalen Klasse: High End gewissermaßen. Motetten von Anton Bruckner rahmten Werke der Amerikaner Charles Ives und Morton Feldman im Ulmer Münster. Unbeschreiblich wie Marcus Creed und seine Sängerinnen und Sänger den Bruckner ausgestalteten, in feinster dynamischer Abstufung, so schwebend wie kraftvoll, perfekt intonierend, stimmenfein in allen Registern vom tiefen Bass bis zum höchsten Sopran.
    (…) Diese harmonische Moderne von Charles Ives – Frauenstimmen in C-Dur gegen Herren in g-Moll – muss ein Chor erst mal so selbstverständlich, in der Reibung so vollmundig singen können.

    Südwest Presse, Jürgen Kanold, 15.05.2017

  • Große Kunst

    Wer noch nicht wusste, wie fein der Klang des Vokalensembles unter Marcus Creed geworden ist, wie gut die Stimmen verschmelzen, wie sensibel der Chor Farben und Dynamik austariert, der hörte es hier. (…) Präzise intonierte Einzeltöne, wortgezeugte Klang-Ereignisse in Heinz Holligers Jahreszeiten-Zyklus:
    Das wird hier ebenso zum Ereignis wie das Miterleben der von Möwen umschwebten Meereswogen in Martin Smolkas „Poema de balcones“ als wirkungsvolles akustisches Breitwandkino oder das in unendlich viele Spektren aufgespaltene Gleißen der Sonne in György Ligetis „Hälfte des Lebens“. Jubelstimmung zu Recht.

    Stuttgarter Zeitung, Susanne Benda, 18.09.2016

Diskografie

France

Debussy, Milhaud, Poulenc, Jolivet, Messiaen, Aperghis
Marcus Creed
SWR (2018)

Russia

Gubaidulina, Schnittke, Rachmaninow, Tanejew, Glinka, Tschaikowsky
Marcus Creed
SWR | Haenssler Classic (2014)

Choral utopia

Heinz Holliger: Choral utopia
Marcus Creed
Wergo (2018)

Poema de balcones

Martin Smolka: Poema de balcones
Marcus Creed
Wergo (2016)