Norwegisches Kammerorchester

Johan Dalene, Violine

09. - 13.12.2020
Auswendig gespielt!*

*Richard Strauss: Metamorphosen für 23 Solostreicher
oder
*Dmitri Schostakowitsch: Kammersymphonie c-Moll op. 110a
***
*Edward Grieg: Holberg Suite op. 40
Astor Piazzolla: Die Vier Jahreszeiten aus Buenos Aires für Solo-Violine und Streichorchester

Norwegisches Kammerorchester

Seit seiner Gründung im Jahr 1977 hat sich das Norwegische Kammerorchester als eines der führenden Kammerorchester der internationalen klassischen Musikszene etabliert. Das NCO ist für sein innovatives Programmieren und seine Kreativität bekannt und ist ein Projektorchester, das aus den besten Instrumentalisten Norwegens besteht. Durch die Integration erfahrener Musiker mit talentierten jungen Instrumentalisten entwickelt das Orchester kontinuierlich seinen einzigartigen Stil und seine innovative Kultur und trägt so wesentlich zur Position bei, die norwegische Musiker und Ensembles international einnehmen.

Die künstlerischen Direktoren und Gastdirigenten waren Iona Brown, Leif Ove Andsnes, Isabelle van Keulen, Martin Fröst, François Leleux und Steven Isserlis. Derzeit hat der Geiger Terje Tønnesen die Künstlerische Leitung inne.

Internationale Tourneen führten das Orchester nach Europa, Asien und Nordamerika in renommierte Konzertsäle und zu bedeutenden Festivals. Mit fast 40 Alben hat das NCO ein umfassendes Repertoire für Kammerorchester mit namhaften Solisten aufgenommen, darunter Leif Ove Andsnes, Terje Tønnesen, Iona Brown, Truls Mørk, Lars Anders Tomter und Tine Thing Helseth. Zu den Höhepunkten zählt die Aufnahme mit Werken von Grieg, Nielsen und Haydns Klavierkonzerten mit Leif Ove Andsnes, die mit dem norwegischen „Spellemannpris“ ausgezeichnet wurde.

Das Orchester stützt sich auf eine vielbeachtete Liste norwegischer und internationaler Solisten und legt einen Schwerpunkt seines Repertoires auf zeitgenössische Musik.

Das NCO gastiert in einer eigenen Konzertreihe in der Universitätsaula in Oslo und konzertiert in den wichtigen Konzertsälen Norwegens.

Von 2011 und 2016 war das NCO Orchestra-in-Residence beim Kammermusikfestival Risør.

Saison 2019/20

Johan Dalene Violine

Der 18-jährige Geiger Johan Dalene prägt bereits die internationale Szene und tritt mit führenden Orchestern und in wichtigen Konzertsälen im In- und Ausland auf. Seine erfrischend ehrliche Musikalität, verbunden mit der Fähigkeit, sich mit Musikern und Publikum gleichermaßen auseinanderzusetzen, hat ihm viele Bewunderer eingebracht, zuletzt als Erster Preisträger des renommierten Carl-Nielsen-Wettbewerbs 2019, der auf medici.tv weltweit an das Publikum übertragen wurde.

Johan Dalenes Spielplan für die kommenden Spielzeiten umfasst Auftritte mit allen großen skandinavischen Orchestern und Debüts mit dem Leipziger Gewandhausorchester und den New Japan Philharmonic. Im Herbst 2019 erscheint seine erste Aufnahme auf BIS mit dem Norrköping Symphony Orchestra, mit dem er 2018/19 Artist in Residence war, mit den Violinkonzerten von Tschaikowsky und Barber. In der Saison 2020/21 wird Johan Dalene Artist-in-Residence beim Swedish Radio Symphony Orchestra sein. Während dieser Zeit wird er zusammen mit Mitgliedern des Orchesters Konzerte, Rezitals und Kammermusik aufführen.

Johan begann mit vier Jahren Geige zu spielen und gab drei Jahre später sein professionelles Konzertdebüt. Er hat eine Reihe von Wettbewerben gewonnen, darunter einen Hauptpreis in der Kategorie Junior des Menuhin-Wettbewerbs und einen ersten Preis beim Internationalen Violinwettbewerb von Thomas und Evon Cooper in Oberlin, USA, wo er das Tschaikowsky Konzert mit dem Cleveland Orchestra aufführte.

Einladungen führten den begeisterten Kammermusiker zu Festivals wie Bergen, Stavanger, Kammaren, Rosendal und Verbier, wo er eng mit Mentoren wie Janine Jansen, Leif Ove Andsnes und Gidon Kremer zusammengearbeitet hat.

Im November 2019 steht er mit Janine Jansen und anderen Mitgliedern des Crescendo-Programms in der Wigmore Hall in London auf der Bühne.  

Saison 2019/20

Presse

  • "Physisch vibrierend, mit einer lodernden Präsenz, die den Klang vertieft und innere Räume aufschließt…alles gipfelte in Schostakowitschs Kammersymphonie, die mit virtuoser Schärfe und einer enormen Kraft in den expressionistisch aufgeladenen Passagen aufgeführt wurde."
    Magnus Haglund, Göteborgs-Posten, Mai 2019

    "Das Norwegische Kammerorchester spielte seine Vorzüge mit einer musikalischen Durchdringung von Tolstois „Kreutzersonate“ aus, bei der sich die Novelle mit Beethovens zitierter Violinsonate als Ausgangspunkt und Leoš Janáčeks packendem Streichquartett mischte. Es glänzte dazu in einer klugen Streichorchesterbearbeitung, mit Glut und Präzision."
    Die Presse, Walter Weidringer, 28.05.2019