Philharmonie Brünn

Risto Joost, Dirigent | Patricia Janeckova, Sopran

22. - 24.08.2019
Karneval der Romantik

 

Hector Berlioz: Carnival Romain
Hector Berlioz: Villanelle aus Les Nuits d'Été
Camille Saint-Saens: Der Schwan aus Carnaval des animaux
Jacques Offenbach: Barcarolle aus Les Contes d’Hoffmann
Jacques Offenbach: Les Oiseaux Dans La Charmille aus Les Contes d’Hoffmann
Jacques Offenbach: Can Can aus Orphée aux enfers
Franz Lehár: Meine Lippen sie küssen so heiss aus Giuditta
Johann Strauss sr.: Carnival in Paris, galopp op. 100
Johann Strauss jr.: Mein Herr Marquis aus Die Fledermaus
Johann Strauss jr.: Fledermaus, Overtüre

- - Pause - -

Alexander Glazunov: Carnaval Overtüre
Zdenek Fibich: Poème
Bedrich Smetana: Jásej ptáčku aus Der Kuss
Josef Suk: Intermezzo aus Märchen
Antonin Dvorak: Lied an den Mond aus Rusalka
Antonin Dvorak: Carnival Overtüre

Philharmonie Brünn

Die Tradition der Philharmonie Brünn stammt in der Wirkung von Leoš Janáček in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Das heutige Orchester, das als die Staatsphilharmonie Brünn im Jahre 1956 aus dem Zusammenschluss von zwei Brünner Sinfonieorchestern hervorging, wird schon seit langem als eines der besten Orchester des Landes geschätzt. In kurzer Zeit folgten Einladungen nach Europa. Das Orchester gastiert darüber hinaus regelmässig in den wichtigen Konzertsälen in Nord- und Südamerika.

Aktuell besteht das Ensemble aus 110 Musikern und ist eines der größten mitteleuropäischen Orchester – was Umfang und Niveau ihres Wirkens anbelangt. In Brünn gibt das Orchester jährlich ca. 40 Konzerte. In Tschechien tritt das Ensemble vor allem bei internationalen Festivals auf. Internationale Gastspiele führten das Orchester in jüngster Zeit nach München, Wien (Musikverein), Stuttgart, Mailand und auf zahlreiche Tourneen nach Japan.

Zu den ehemaligen Chefdirigenten des Orchesters zählen Peter Vronsky, Leos Svarovsky, Aldo Ceccato, Otakar Trhlik, Petr Altrichter und Aleksandar Marković. 2018 wurde Dennis Russell Davies zum Chefdirigenten ernannt.

Das Orchester hat mit einer Reihe hervorragender Dirigenten zusammengearbeitet, darunter Karel Ancerl, Jiří Bělohlávek, Sir Charles Mackerras, Kurt Masur und Yehudi Menuhin sowie Solisten wie Gidon Kremer, Rudolf Buchbinder, Olga Kern, Fazil Say, Johannes Moser, Natalia Gutman und Kirill Gerstein.

Die Philharmonie Brünn wurde oft zu Recht als das Orchester von Leos Janáček bezeichnet. Brünn, wo der Komponist lebte und arbeitete, war schon immer ein lebendiger Mittelpunkt seiner Musik. Das Ensemble hat seit seiner Gründung im Jahr 1956 weit über 300 Werke von Janáček bei Konzerten im In- und Ausland zur Aufführung gebracht. Es hat auch Janáčeks vollständige sinfonische Werke und Kantatenwerke aufgenommen.

Die Philharmonie Brünn hat zahlreiche Alben beim renommierten, tschechischen Label Supraphon eingespielt. Zudem erfolgten Aufnahmen mit Sony Music, IMG Records und BMG u.a. sowie mit dem Tschechischen Rundfunk. Die umfangreiche Diskographie des Orchesters dokumentiert den Fokus des Orchesters auf zeitgenössische Musik und das tschechische Repertoire.

Saison 2018/19

Risto Joost Dirigent

Der junge estnische Dirigent Risto Joost zeichnet sich durch seine spezialisierte Vielseitigkeit und gilt als einer der innovativsten Köpfe der jüngeren Dirigentenszene. Er hatte bereits bedeutende künstlerische Positionen inne, war bei wichtigen Wettbewerben erfolgreich und dirigierte bereits bedeutende Orchester weltweit. Der ausgebildete Sänger und Conductor in Residence an der Estnischen Nationaloper ist Chefdirigent des Tallinn Chamber Orchestra, Künstlerischer Leiter des Birgitta Festival Tallinn sowie Künstlerischer Leiter des MDR Rundfunkchores seit 2015.

Neben seinen diversen Projekten mit dem MDR Sinfonieorchester und MDR Rundfunkchor ist Risto Joost ein gefragter Gastdirigent bei Orchestern wie dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, SWR Symphonieorchester, Dänisches National Symphonie Orchester, Mariinsky Orchester, Netherlands Philharmonic , Netherlands Chamber Orchestra, Orchester des Teatro la Fenice, Prague Radio Symphony, Strasbourg Philharmonic, Tapiola Sinfonietta, Stuttgarter Kammerorchester, Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Estonian National Symphony, Latvian National Symphony, Odense Symphony, Tampere Philharmonic u.a. Außerdem arbeitete er mit dem RIAS Kammerchor, SWR Vokalensemble, Ars Nova Copenhagen, Swedish Radio Choir, Estonian Philharmonic Chamber Choir, Netherlands Chamber Choir und dem Rundfunkchor Berlin zusammen.

An der Estnischen Nationaloper hat Risto Joost über zwanzig Opernpremieren dirigiert. Sein Repertoire reicht von barocker bis zu anspruchsvoller zeitgenössischer Musik. Beim Birgitta Festival in Tallinn leitete er 2018 Aufführungen von La Bohème.

Kommende Höhepunkte sind seine Debüts beim Helsinki Philharmonic, Copenhagen Philharmonic, NDR Radiophilharmonie, South Netherlands Philharmonic, Norwegian Opera Orchestra, Orchestre de Chambre de Lausanne, Sinfonieorchester Wuppertal sowie diverse Projekte mit dem Janacek Philharmonic Orchestra. Mit dem MDR Sinfonieorchester und MDR Rundfunkchor dirigiert Risto Joost in dieser Saison Schuberts Sinfonie Nr. 8 und Messe As-Dur, Mahlers Sinfonie Nr. 2, J.S. Bach/Mendelssohn Matthäus Passion und Beethovens Sinfonie Nr. 9.

Seine Diskografie umfasst Tonu Korvits‘ Moorland Elegies (Ondine Records) und Werke von Joseph Haydn mit dem Tallinn Chamber Orchestra bzw. Estnischen Philharmonischen Kammerchor, Musik von Peeter Vähi mit dem Latvian National Symphony sowie Werke von Arvo Pärt mit dem Netherlands Chamber Orchestra und Netherlands Chamber Choir, verschiedene Alben von estnischen Kompositionen mit dem Estonian National Symphony und Tallinn Chamber Orchestra.

Für seine künstlerischen Aktivitäten in Estland und im Ausland erhielt Risto Joost 2016 den Musikpreis der Kulturstiftung Estland sowie 2011 den Young Cultural Figure Award der Estnischen Republik. Er war Preisträger des Malko Conducting Competition 2015 und des Jorma Panula Conducting Competition 2012.

Risto Joost studierte Dirigieren, Chorleitung und Gesang an der Estnischen Musikakademie Tallinn sowie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und schloss 2008 sein Studium am Royal College of Music Stockholm bei Jorma Panula mit Auszeichnung ab.

Saison 2018/19

Alles anzeigen

Patricia Janečková Sopran

Die slowakische Sopranistin Patricia Janečková studierte Gesang am Janáček-Musikkonservatorium von 2013 bis 2017 und setzt seit Oktober 2017 ihre Studien für Operngesang an der Hochschule für Musik in Ostrava unter der Sopranistin Eva Dřízgová-Jirušová fort.

Patricia Janečková singt seit ihrem vierten Lebensjahr und ist eine herausragende Persönlichkeit der zeitgenössischen Musikszene. Musikkritiker haben ihre Reife als Musikerin, ihre makellose Intonation und stimmliche Verfeinerung hervorgehoben. Von allen musikalischen Genres ist sie besonders von der Oper fasziniert.

Patricia Janečková sammelte ihre ersten Erfahrungen als Mitglied des Opernstudios am Antonín Dvořák Theater in Ostrava. Mit zehn Jahren gewann sie eine Audition des Janáček Philharmonic Orchestra in Ostrava und erhielt ihre erste Gelegenheit, mit einem Sinfonieorchester zu singen.

Im Alter von zwölf Jahren begeisterte sie sowohl die Jury als auch das Publikum mit ihrer kristallklaren Sopran-Stimme und ihrer Faszination für den Opernsang beim tschechisch-slowakischen Talentmania-Wettbewerb; Dank der begeisterten Resonanz der Fernsehzuschauer in der Tschechischen Republik und in der Slowakei wurde sie einstimmig zur Gewinnerin gekürt. Bei dieser Gelegenheit erhielt Patricia Janečková ihre Auszeichnung durch den renommierten, slowakischen Tenor Peter Dvorský, der ihr für ihr Debütopernalbum 2012 ebenfalls eine Gold Disc überreichte.

Ihr erster Auftritt als Solistin mit Videoaufzeichnung fand 2011 in Bratislava zusammen mit dem Viva musica! Orchester statt. 2014 markierte den 1. Preis beim internationalen Gesangswettbewerb Concorso Internazionale Musica Sacra-  Renato Bruson in Rom.

Patricia Janečková nahm an zahlreichen Galakonzerten und Festivals teil, darunter Starry Night - Wien, Junge Talente der Klassik - Klosterneuburg, Peter Dvorský Internationales Musikfestival - Jaroměřice nad Rokytnou, Festival Terras Sem Sombra - Grândola (Portugal), Opernfestival Smetanas Litomyšl Festival, Les musicales de Louvergny, Operngala Kežmarok, Talentinum (Tschechische Republik), Lednice/Valtice Music Fsetival sowie beim Internationales Musikfestival Český Krumlov.

Ihr Operndebüt gab sie 2015 am Staatstheater Košice in Figaros Hochzeit (Barbarina) und dem Slowakischen Nationaltheater in der Zauberflöte (Pamina). Die jüngsten Auftritte führten sie zum Nationaltheater in Ostrava mit Romeo & Julia (Musicalversion).

Weitere Einladungen beinhalteten Kooperationen mit dem Janacek Philharmonic Orchestra, Czech National Symphonic Orchestra, Viva Musica! Orchester, Kammerphilharmonie Pardubice, Bohuslav Martinů Philharmonie Zlín, Mährische Philharmonie Olomouc, Camerata Janáček-Orchester, Staatliche Philharmonie Košice, Karlovy Vary Symphony Orchestra, Janáček Kammerorchester und Prager Barockensemble Collegium Marianum. Darüberhinaus trat sie mit Renato Bruson, Peter Dvorský, Adam Plachetka, Štefan Kocán, Roman Janál, Peter Berger, Eva Dřízgová-Jirušová auf.

Saison 2018/19

Alles anzeigen