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Arcis Saxophon Quartett meets Ferhan & Ferzan Önder

Dances of Russia

Termine nach Absprache
Dances of Russia

Sergei Rachmaninow: Aus "Symphonische Tänze" op. 45: 1. Non allegro (Arr. Miha Ferk)
Sergei Prokofjew :Suite aus dem Ballett "Romeo und Julia" (Arr. Miha Ferk)
Aleksey Igudesman: Werk für Saxophonquartett und Klavierduo

Besetzung: Quartett plus Klavier zu vier Händen

Was hat man zu erwarten, wenn ein türkisches Klavierduo auf ein deutsches Saxophonquartett mit russischen Tänzen im Gepäck trifft? Eine Performance mit romantisch-schwelgenden Melodien, russisch-expressiver Harmonik und dramatischer Tiefe, die zeigt, dass die klassisch-russische Tanzmusik ein universelles Sujet ist, das Musiker wie Hörer in der ganzen Welt inspiriert.

Die opulente Klangfülle und energetisch-rhythmische Komplexität à la Sacre in Rachmaninows Symphonischen Tänzen findet in der Ballett-Suite Romeo und Julia ihren Gegenpart in Prokofiev'scher Manier. Kein Wunder, fanden doch die Uraufführungen Mitte des 20. Jahrhunderts nahezu zeitgleich statt.

In diese Tradition reiht sich Aleksey Igudesman, selbst aus St. Petersburg stammend, mit seinem speziell für dieses Ensemble geschriebene Werk ein, nimmt die Hörer mit auf eine Reise quer durch Russland und stellt auf diesem Wege die ganze Bandbreite russisch-folkloristischer Tanzmusik dar.

Von kammermusikalischer Intimität bis hin zur Illusion der Klangfülle eines spätromantischen Orchesters bringen die sechs Musiker mit der Verschmelzung des Saxophonklangs und der Kraft eines Klavierduos die Russland-Nostalgie in den Konzertsaal, der die Komponisten im Umbruch zur Moderne so gerne nachhingen.

Das Saxophon ist in den beiden ersten Werken des Abends als besondere Farbe original im Orchester besetzt. Ein Symbol der Freiheit, nach der sich die Komponisten in der ehemaligen Sowjetunion so vergeblich sehnten - galt das Saxophon doch als das verpönte Instrument des freiheitlichen Westens schlechthin.­­

Ferhan & Ferzan Önder, Klavierduo

Zwillingen wird eine besondere Verbindung nachgesagt: Ferhan und Ferzan Önder tragen diese auf das Konzertpodium – sie sind zwei eigenständige künstlerische Persönlichkeiten, die gemeinsam eine neue musikalische Identität erschaffen.  Ihre türkischen Wurzeln bezeichnen beide als maßgeblich für ihr rhythmisch außerordentlich pointiertes Spiel. Das Duo erhielt viele Einladungen zu bekannten Festivals und konzertierte mit international renommierten Orchestern. Ferhan & Ferzan Önder widmeten sich zuletzt insbesondere Werken von Bach, Mozart, Poulenc und Fazil Say. Zusammen mit dem Perkussionisten Martin Grubinger beeindruckten die beiden Pianistinnen mit Werken von Strawinski und Bartók ein internationales Publikum.

Presse

  • Arcis Saxophon Quartett in München

    Im langsamen 2. Satz in Dvoraks „Amerikanischem“ Quartett bezauberte der Saxophongesang der Vier. Das glückte auch bei Samuel Barbers Adagio für Streicher. Die beiden Suiten aus Leonard Bernsteins "West Side Story" und George Gershwins "Porgy and Bess" zeigten alle Qualitäten dieses brillanten Quartetts: Vitalität, kammermusikalisches Aufeinanderhören, ansteckende Spiellust und eine virtuose und tonliche Eleganz des Zusammenspiels, die aus vier Einzelspielern eine erstklassige Formation macht. Zu Recht großer Beifall!

    Süddeutsche Zeitung, Harald Eggebrecht, 18.03.2018

  • Neue CD: J.S. Bach/George Gershwin/Franco Donatoni

    Der Ensembleklang ist erstaunlich homogen und Altsaxophonistin Ricarda Fuss und Sopransaxophonist Claus Hierluksch gelingt es, weiche Klangfarben beizusteuern und den Obertongehalt zu dosieren. (…) Während die vier spektakuläre Facetten ihres Ausdrucks bei Gershwins spritziger Suite zeigen können, legen sie besonders im mittleren Teil einen eindringlichen Bach hin: ein Andante in beinahe impressionistischen Klangfarben.

    MDR Kultur, Jan Kubon und Michael Kuhlmann, 26.06.2017

    Dass die vier Musiker des Arcis Saxophon Quartetts ihre Instrumente beherrschen, versteht sich. Stärker aber wiegt, dass sie dieses Können innovativ einsetzen.(…) Klarheit im Arrangement und klangliche Perfektion mit makellosem Ansatz sind die Mittel des Arcis Quartetts auf ihrem neuen Album. Bachs melodische Stringenz und die mitreißend fließende Variationenfülle erforschen die vier Saxophone mit beinahe lässiger Eleganz, ohne auch nur eine Sekunde an Spannung zu verlieren. (…) In der Arcis-Interpretation von Gershwins "Porgy And Bess"-Suite siegt die schwindlig machende technische Brillanz. Ein Ballett auf dem musikalischen Hochseil, geerdet durch die Bariton-Parts von Jure Knez.

    Spiegel Online, Werner Theurich, 23.04.2017