Trondheimer Solisten

Andreas Brantelid, Violoncello

15. - 20.10.2018

Edvard Grieg: Aus Holbergs Zeit - Suite im alten Stil für Streichorchester op. 40

Joseph Haydn: Cellokonzert C-Dur

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Aulis Sallinen: Chamber Music III - The Nocturnal Dances of Don Juan Quixote op. 58 (1983)

Benjamin Britten: Variationen über ein Thema von Frank Bridge

 

 

Trondheimer Solisten

Leidenschaft. Perfektion. Reine Intensität. Mit diesen Fähigkeiten hat sich das Kammerensemble Trondheimer Solisten sein eigenes musikalisches Terrain geschaffen.

Die Formation wurde 1988 von Bjarne Fiskum gegründet, um den besten Musikstudenten in Trondheim die Möglichkeit zu geben, zusammen zu spielen und Konzerterfahrungen zu sammeln. Innerhalb kurzer Zeit erwarb sich das Ensemble einen hervorragenden Ruf für Qualität und Originalität. Heute haben sich die Trondheim Soloists als eines der bedeutendsten Formationen der Klassikszene etabliert und internationale Anerkennung für ihren eigenen, deutlich offenen und klaren Klang erhalten, der vom britischen Musikmagazin "Classic FM" als "Trondheim Sound" beschrieben wurde.

Es folgte die Zusammenarbeit mit bedeutenden Künstlern. Anne-Sophie Mutter wurde durch die Energie und Verve des Ensembles inspiriert, Leif Ove Andsnes schöpfte aus deren Geschmeidigkeit und Empfindsamkeit und Folk- und Rockmusiker entdeckten die Offenheit und Vielseitigkeit der Klassiktruppe.

Die Förderung norwegischer und zeitgenössischer Musik ist auch ein wichtiges Anliegen der Trondheimer Solisten. Inzwischen haben die Musiker über 50 Werke, die speziell für das Ensemble geschrieben wurden, uraufgeführt.

Der Cellist Oyvind Gimse war von 2002 bis 2017 Künstlerischer Leiter der Trondheimer Solisten. Seit dieser Saison hat der Geiger Geir Inge Lotsberg diese Position inne. Lotsberg studierte u.a. bei Sandor Vegh und Ana Chumachenco und war Gründungsmitglied des Oslo String Quartet. Er ist einer der aktivsten Kammermusiker Norwegens und trat als Solist mit der Camerata Salzburg, Oslo Philharmonic und Norwegian Radio Orchestra auf. Geir Inge Lotsberg ist ein gefragter Konzertmeister und hat mit den Trondheimer Solisten seit 2005 regelmäßig musiziert.

Die Trondheimer Solisten haben mehr als 50 Alben bei Labels wie 2L, Deutsche Grammophon, Universal Music, Grappa und Naxos eingespielt, darunter Vivaldis Vier Jahreszeiten mit Anne-Sophie Mutter, "Divertimenti", "In Folk Style" und "Souvenir“, die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. Innerhalb von drei Jahren erhielt das Ensemble zudem fünf Grammy Nominierungen.

Saison 2017/18

Andreas Brantelid, Violoncello

Andreas Brantelid wurde 1987 als Kind schwedisch-dänischer Eltern in Kopenhagen geboren und erhielt ersten Cellounterricht von seinem Vater. Im Alter von vierzehn Jahren debütierte er mit Elgars Cellokonzert beim Royal Danish Orchestra in Kopenhagen. Heute ist Andreas Brantelid einer der gefragtesten Künstler aus Skandinavien, der mit seinen tiefgehenden Interpretationen, seinem farbenreichen Klang und mit seiner gewinnenden Persönlichkeit das Konzertpublikum begeistert.

Zu seinen herausragenden Orchesterengagements der jüngsten Zeit zählen Konzerte mit dem London Phil­harmonic Orchestra, City of Birmingham Symphony Orchestra, Tonhalle-Orchester Zürich, Bamberger Symphoniker, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Rotterdam Philharmonic, Orchestre des Champs-Elysées, Mahler Chamber Orchestra und Yomiuri Nippon Symphony Orchestra. Darüber hinaus ist er ein gefragter Solist bei Orchestern weltweit und arbeitete bereits mit zahlreichen Dirigenten wie Andris Nelsons, Esa-Pekka Salonen, Philippe Herreweghe, Vasily Petrenko, Thomas Dausgaard, Pablo Heras-Casado, Andrew Manze, Jonathan Nott, Sakari Oramo, Jukka-Pekka Saraste und Robin Ticciati zusammen.

Höhepunkte der aktuellen Saison sind Auftritte mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester, Bamberger Symphoniker, Copenhagen Philharmonic, ein Rezital bei den Dresdner Musikfestspielen sowie eine China-Tournee mit dem London Philharmonic Orchestra.

Kammermusikalisch konzertiert er beim Beethovenfest Bonn, Bozar Brüssel, Bergen Festival u.a. Mit dem norwegischen Pianisten Christian Ihle Hadland führt Andreas Brantelid sämtliche Cellosonaten von Beethoven auf.

Zu den Künstlern, die Andreas Brantelid besonders beeinflusst haben, zählen der Pianist Bengt Forsberg und der Geiger Nils-Erik Sparf, die beide mit ihm in unterschiedlichen Formaten seit 2002 kammermusikalisch in Erscheinung getreten sind. Mit Daniel Barenboim, Gidon Kremer, Joshua Bell, Vadim Repin, Nikolaj Znaider, Lawrence Power und Paul Badura-Skoda verbindet ihn ebenfalls eine musikalische Zusammenarbeit. Gemeinsam mit der Geigerin Veronika Eberle und dem Pianisten Shai Wosner hat Andreas Brantelid ein Klaviertrio gegründet.

Andreas Brantelid ist in Konzertsälen in aller Welt aufgetreten wie der Carnegie Hall New York, Wigmore Hall London, Concertgebouw Amsterdam, Mozarteum Salzburg und Konzerthaus Dortmund. Er war bei führenden Festivals wie Verbier, Lockenhaus, Jerusalem, Bad Kissingen, Dresden, Meck-lenburg-Vorpommern, Stavanger, Bergen, Risør, Kuhmo und den Wiener Festwochen zu hören und gehörte der Lincoln Center Chamber Music Society in New York an.
Seine Diskographie beinhaltet die Cellokonzerte von Schumann, Saint-Saëns und Tschaikowsky bei EMI, Kammermusik von Chopin, sämtliche Werke für Cello und Klavier von Edvard Grieg sowie von Gabriel Fauré bei BIS sowie eine „Encore“ CD.

Andreas Brantelid gewann den Ersten Preis beim Eurovision Young Musicians Competition (2006) und beim Paulo International Cello Competition (2007). Er war 2008 Gewinner des Borletti-Buitoni Trust Fellowship sowie Mitglied des BBC New Generation Artist Programms 2008-2011. In der Saison 2008/09 war er ein „Rising Star” der Reihe der European Concert Halls. 2015 gewann Brantelid auch das re­nommierte Carl-Nielsen-Stipendium in Kopenhagen.

Andreas Brantelid spielt das „Boni-Hegar“ Stradivarius Cello aus dem Jahr 1707, eine Leihgabe des norwegischen Kunstsammlers Christen Sveaas.

Saison 2017/18

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