Latvian Radio Choir

Sigvards Kļava, Leitung

Rachmaninow

Sergei Rachmaninow: Liturgie des Hl. Joh. Chrysostomus op. 31

Gabrieli/Hillborg

Giovanni Gabrieli/Arvo Pärt/Peteris Vasks/Eriks Ešenvalds/Valentin Silvestrov/Per Norgard/Anders Hillborg

Eriks Ešenvalds/Peteris Vasks

Eriks Ešenvalds/Anders Hillborg/Arvo Pärt/Per Norgard/Peteris Vasks

Strawinsky/Vasks

Igor Strawinsky/Sergei Rachmaninow/Eriks Ešenvalds/Anders Hillborg/Arvo Pärt/Per Norgard/Peteris Vasks

Gabrieli/Strawinsky

Giovanni Gabrieli/Gustav Mahler/Arvo Pärt/Peteris Vasks/Purcell-Sven-David Sandström/Igor Strawinsky/Olivier Messiaen/Carlo Gesualdo/Igor Strawinsky

J.S.Bach/Hillborg

J.S.Bach-Knut Nystedt/Eriks Ešenvalds/Santa Ratniece/Arvo Pärt/
Eriks Ešenvalds/Peteris Vasks/Per Norgard/Anders Hillborg

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Latvian Radio Choir

Der Latvian Radio Choir ist einer der wandlungsfähigsten Kammerchöre weltweit. Seit 1992 wird der Latvian Radio Choir von Sigvards Kļava und Kaspars Putniņš geleitet. Der Chor gibt ca. 60 Konzerte pro Jahr und tritt regelmäßig in Theater- und Multimedia-Projekten auf.

Dabei ist es dem Chor ein wichtiges Anliegen die Musik lettischer Komponisten wie Peteris Vasks, Maija Einfelde, Mārtiņš Viļums, Gundega Šmite, Andris Dzenitis weltweit bekannt zu machen. Der Chor gibt jährlich etwa zehn neue Werke bei lettischen Komponisten in Auftrag und versteht sich als Klanglabor, in dem sich die Sänger neuer Techniken der Klangerzeugung widmen, etwa der Viertel- und Obertonmusik. Der Chor steht beispielhaft für eine neue Chorkultur, in dem jeder Sänger in der Aufführung ein Individuum mit eigener Klangidentität darstellt und eine eigenständige Rolle in Bezug zum Ensemble einnimmt.

Konzerthöhepunkte sind Auftritte in renommierten Häusern wie Concertgebouw und Muziekgebouw Amsterdam, Konzerthaus Berlin, Cité de la Musique Paris, Lincoln Center New York sowie bei Festivals wie Salzburg, Berliner Festspiele, Klangspuren, Usedom, Baltic Sea, Venice Biennale, Ultima Contemporary Music Festival Oslo, Internationale Koorbiennale Haarlem, Festival de Radio France et Montpellier und Nargen Festival Estonia.

Der Chor hat mit vielen Dirigenten wie Riccardo Muti, Tonu Kaljuste, Heinz Holliger, Lars Ulrik Mortensen, Laurence Equilbey, Stephen Layton und James Wood erfolgreich zusammengearbeitet.

Seine Diskographie enthält Aufnahmen mit Werken von Rachmaninov, Jonathan Harvey, Peteris Vasks, Eriks Ešenvalds, Kristaps Pētersons und Mārtiņš Viļums bei BIS, Ondine, Naïve und Hyperion die mit Preisen ausgezeichnet wurden. Für sein Album Adam’s Lament bei ECM Records wurde der Chor wurde mit dem Grammy Award 2014 für die „Beste Choreinspielung“ unter Tonu Kaljuste und der Sinfonietta Riga ausgezeichnet.

Der Latvian Radio Choir wurde sieben Mal mit dem angesehensten Musikpreis Lettlands, dem Latvian Music Grand Prix ausgezeichnet.

Saison 2017/18

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Gotham: The Fool By The Roadside

Sigvards Kļava

Sigvards Kļava begann seine Arbeit mit dem Lettischen Rundfunkchor bereits 1987, bevor er 1992 künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Chores wurde. Sigvards Kļava hat mit allen professionellen baltischen Chören zusammengearbeitet. Neben dem Standardchorrepertoire hat er zahlreiche Uraufführungen lettischer Werke dirigiert.

Mit dem Lettischen Rundfunkchor hat er über 25 CDs mit Werken von Peteris Vasks, Einojuhani Rautavaara, Rachmaninov, Bernat Vivancos sowie zahlreiche baltische Kompositionen für Ondine Records eingespielt. Sigvards Klava erarbeitet mit dem Chor ca. 20 Programme pro Saison.

Zu einem weiteren Tätigkeitsfeld von Sigvards Kļava gehört auch die künstlerische Leitung verschiedener lettischer und nordbaltischer Vokalmusikfestivals. Er initiierte das Festival "Meetings in Music" Anfang der 90er Jahre, das sich zu einem der bedeutendsten Musikfestivals der baltischen Staaten entwickelte und ist Mitgründer des Latvian New Music Festival ARENA.

Außerdem unterrichtet er an der Lettischen Musikakademie und der Rigaer Kirchenmusikhochschule.

Sigvards Kļava studierte an der Lettischen Musikakademie und dem Konservatorium St. Petersburg. Darüber hinaus besuchte er Meisterklassen in Deutschland und den USA und gewann den Grand Prix des Dmitri Schostakowitsch-Dirigentenwettbewerbs 1985 in St. Petersburg.

1999 erhielt Sigvards Kļava den Latvian Music Grand Prix und 2000 den Latvian Council of Ministers Award for Achievements in Culture and Science.

Saison 2017/18

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Aktuell

Latvian Radio Choir in Dortmund mit "Best of Programm"

Der Latvian Radio Choir und Sigvards Klava sind am 4. Juni beim Klang Vokal Festival Dortmund mit einem "Best of Programm" zu Gast. Zu hören sind Rachmaninows Vespers sowie Werke von Arvo Pärt, Anders Hillborg und Peteris Vasks.

Presse

  • Strahlende Klangkristalle

    Der exquisite Chor des lettischen Rundfunks unter Sigvards Klava gab sich raffiniert und einfühlsam der auskomponierten Gläubigkeit des Arvo Pärt hin. Ein Traum an spiritueller Innigkeit war da das A cappella zu singende „Nunc dimittis“. (…) Eine Labsal für die Seele auch das „Salve Regina“, mit dem vom Chor gleichsam überirdisch ideal austarierten An- und Abschwellen der Dynamik.

    Die Welt Hamburg, Peter Krause, 11.02.2017

  • Record of the Month: CD Arvo Pärt: Da Pacem Domine

    The Latvian Radio Choir is marvellous throughout. I can't imagine this music better sung. All admirers of Pärt's choral music are advised to invest in this disc without delay.

    Göran Forsling, Musicweb International, 11/2016

  • Eriks Esenvalds: St. Luke Passion

    Esenvalds’s St. Luke Passion (2014) plunges the listener straight into the midst of the Crucifixion scene which is an unusual and highly effective beginning. Esenvalds has a highly individual and striking melodic style. A Drop in the Ocean (2006) is classic Esenvalds, exploiting the paradoxical grounded – yet-etheral quality of the Latvian singers. Colours are idiosyncratic, to great effect in Litany of the Heavens (2011) with overtone singing (…). A superb release.

    Gramophone, Ivar Moody, August 2016

     

     

  • Pärts "Adam's Lament" bei der Mozartwoche Salzburg

    Tonu Kaljuste und der Latvian Radio Choir bewiesen, toll begleitet von der Camerata Salzburg, ihr außerordentliches Niveau und bezauberten mit einem Programm, das am Seelischen rührte. Sakrales wie Mozarts Sancta Maria, mater Dei oder Arvo Pärts Salve Regina und die Schwermut des Ostchorgesangs mischten sich gut mit der Rosenkavalier-Melancholie von Richard Strauss. Ein apartes Chorstück a cappella ehrte nochmals Strauss, für das grammygekrönte Schlusstück Adam’s Lament trafen sich Mystiker.

    Salzburger Nachrichten, 03.02.2014

  • Arvo Pärts "Adam's Lament" in München

    Die fünf religiösen Werke von Arvo Pärt bauen geschickt auf gregorianische Floskeln auf und mischen diese mit Akkordbrechungen, deren Ästhetik von einer heilen Welt ohne Ecken und Kanten kündet. Vor allem weil Tõnu Kaljuste, der Lettische Rundfunkchor, die Sinfonietta Riga und das Vokalensemble "Vox Clamantis" auf allerhöchstem Niveau musizierten, konnte man sich diesem Zauber nur schwer entziehen.

    Abendzeitung München, Volker Boser, 15.10.2012

  • Adam's Lament in München

    Das lebendige Orchester umspielt die unbeirrbare Statik des Chores, sucht einmal Kontakt oder reibt sich an ihr. Dieses dialektische Prinzip zieht sich durch fast alle Kompositionen. Oft wird der reine Dreiklang gegen davon abgesetzte, harmonieferne Bewegungen gesetzt. Dem Lettischen Rundfunkchor, dem Vokalensemble "Vox Clamantis“ und der Sinfonietta Riga unter der Leitung von Tonu Kaljuste kommt es zu, die Werke Arvo Pärts zu präsentieren. Silbrige Flageoletts erklingen, die Sopranstimmen werden oft mit männlichen Kopfstimmen samtig "gerundet“. Das während des Konzerts in fast atemloser Stille verharrende Publikum explodiert am Ende der Aufführung förmlich und feiert die Ausführenden.

    Münchner Merkur, Christof Fiedler, 15.10.2012

Diskografie

Brahms: Liebeslieder

Sigvards Klava (Dirigent)
Ondine (2017)

Arvo Pärt: Da pacem Domine Sigvards Klava (Dirigent)
Ondine (2016)
Erik Esenvalds: Luke Passion

Eriks Esenvalds: Lukas Passion (2014), A drop in the Ocean (2006),
The First Tears (2014), Litany of the Heavens (2011)
Ondine (2016)

Einojuhani Rautavaara: Missa A Cappella Sigvards Kļava (Dirigent)
Ondine (2013)
Arvo Pärt Adam’s Lament Sinfonietta Riga, Vox Clamantis, Tallinn Chamber Orchestra
Tõnu Kaljuste (Dirigent)
ECM Records (2012)
Grammy Award
Rachmaninov: Vespers op. 37 Sigvards Kļava (Dirigent)
Ondine (2012)
Pēteris Vasks: Plainscapes Sigvards Kļava (Dirigent)
Ondine (2012)