Baskisches Nationalorchester

Robert Trevino, Dirigent | Vadim Repin, Violine

03. - 08.12.2018

Ravel: Le Tombeau de Couperin
Tschaikowsky: Violinkonzert D-Dur op. 35 oder
Prokofjew: Violinkonzert Nr. 2 g-Moll op. 63
Elgar: Enigma-Variationen oder
Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47

 

 

Baskisches Nationalorchester

Im April 2017 feierte das Baskische Nationalorchester, das auf Initiative des baskischen Kulturdepartment gegründet wurde, sein 35jähriges Bestehen. Unter der künstlerischen Leitung von Enrique Jarda, Andrés Oroczo-Estrada, Gilbert Varga, Cristian Mandeal und Andrey Boreyko entwickelte sich das Orchester innerhalb kurzer Zeit zu einem der führenden Sinfonieorchester Spaniens. Ab dieser Saison übernimmt der aufstrebende, amerikanische Dirigent Robert Trevino die Chefposition.

Das Orchester gibt jährlich über 100 Konzerte in seiner Heimatstadt San Sebastian, Bilbao, im Baskenland sowie in Madrid und Bordeaux und bei Festivals wie dem Madrid Cultural Festival, Granada Festival, Alicante Contemporary Music Festival, Festival Musique en Cote Basque, Música-Musika Bilbao, San Sebastian Festival, Menuhin Festival Gstaad und Biennale di Venezia. Darüber hinaus spielt das Orchester regelmäßig in Opern bzw. Ballettaufführungen in Bilbao und Chateau de Versailles.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet das Orchester mit Dirigenten wie Mario Venzago, Hans Graf, Miguel Ángel Gómez Martínez, Matthias Kuntzsch, Andrey Boreyko und Maximiano Valdés. Internationale Tourneen führten das Orchester nach Österreich, Argentinien, Deutschland, Brasilien, Chile, Schweiz, Frankreich, Großbritannien und Italien in Konzertsäle wie in das Konzerthaus Berlin, München Prinzregententheater sowie in die Tonhalle Düsseldorf.

Die Diskografie des Orchesters beinhaltet ca. fünfzig CDs bei Deutsche Grammophon, Sony, Decca, RTVE Música, Quartet Records, Orpheus, Elkar, Verso, Nuba, Etcetera, Kairos und Claves darunter Einspielungen vieler baskischer Werke sowie Musik von Maurice Ravel als auch die Opern Gernika von Francisco Escudero und La Llama von José María Usandizaga.

Neben der Aufführung des Kernrepertoires, erweitert das Orchester sein Repertoire durch die Vergabe von Auftragswerken an baskische Komponisten, darunter das Projekt Tesela, mit Werken von Mario Lavista, Mauricio Sotelo, Peter Eötvös, Isabel Mundry, u.a. anlässlich des 30jährigen Orchesterjubiläums in 2012.

Saison 2017/18

Robert Trevino Dirigent

Der Preisträger des Evgeny Svetlanov Competition 2010 gelangte zu großer Bekanntheit durch Don Giovanni und A Quiet Place an der New York City Opera, als auch durch sein Wirken bei der VOX: American Opera Series, bei der er fünf Opern zur Uraufführung brachte. 2011 wurde er durch James Levine zum Seiji Ozawa Conducting Fellow am Tanglewood Music Festival berufen, wo er die musikalische Leitung von Mark Morris‘ Inszenierung von Milhauds Opéras-minutes übernahm.

Ab dieser Saison übernimmt der Amerikaner die Position des Chefdirigenten beim Baskischen Nationalorchester. Von 2011 bis 2015 war er Associate Conductor beim Cincinnati Symphony Orchestra und von 2009 bis 2011 Associate Conductor der New York City Opera im Lincoln Center. Auf Einladung von David Zinman, Conductor-in-Residence assistierte er bei der Aufführung eines Sibelius Zykluses beim Helsinki Philharmonic.

Seinen internationalen Durchbruch errang der Amerikaner 2013 mit der Produktion von Don Carlo am Bolshoi Theater, wo ihn Publikum und russische Presse für sein Dirigat feierten. Zahlreiche Ein-ladungen an das Haus sowie zu international renommierten Orchestern wie dem Royal Concertgebouworkest, Münchner Philharmoniker, Dresdner Philharmonie, Bamberger Symphoniker, London Philharmonic, NHK Symphony, St. Petersburger Philharmoniker und viele mehr folgten.

In den kommenden Spielzeiten hat Robert Trevino Einladungen beim Gewandhausorchester Leipzig, Dresdner Philharmonie, Rotterdam Philharmonic, Wiener Symphoniker, Konzerthausorchester Berlin, hr Sinfonieorchester Frankfurt, City of Birmingham Symphony, Royal Stockholm Philharmonic, Helsinki Philharmonic, Maggio Musicale Florentino, Cleveland Orchestra, Toronto Symphony, Opernvorstellungen an der Washington National Opera u.a.

Als großer Verfechter zeitgenössischer Musik hat Robert Trevino mit zahlreichen namhaften Komponisten unserer Zeit wie Augusta Read Thomas, Sir Andre Previn, Jennifer Higdon, Philipp Glass, Shulamit Ran und John Zorn zusammengearbeitet.

Robert Trevino ist Preisträger und Stipendiat der Foundation for Contemporary Art, Gene Gutche Foundation und der Renaissance Society der University of Chicago. Zu seinen Mentoren zählen David Zinman, Michael Tilson Thomas und Louis Langree.

Saison 2017/18

 

 

Vadim Repin Violine

Vadim Repin, geboren in Novosibirsk, begann bereits mit fünf Jahren, Violine zu spielen und trat schon sechs Monate später erstmals auf. Mit elf gewann er den Wienawski-Wettbewerb und gab seine ersten großen Konzerte in Moskau und St. Petersburg. 1989 gelang ihm sein internationaler Durchbruch: er wurde der jüngste Gewinner in der Geschichte des renommiertesten Violin-Wettbewerbs der Welt, des Concours „Reine Elisabeth“ in Brüssel. Seitdem ist er mit den bedeutendsten Orchestern der Welt aufgetreten: u.a. mit den Berliner, Münchner und Wiener Philharmonikern sowie dem Concertgebouw Orchestra Amsterdam und dem Chicago Symphony Orchestra. Er hat mit Dirigenten wie Mariss Jansons, Zubin Mehta u.a. zusammengearbeitet. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen Martha Argerich, Evgeny Kissin, Lang Lang und Mischa Maisky.

Vadim Repin ist regelmäßiger Gast bei den Salzburger Festspielen, Schleswig-Holstein Musik Festival sowie den BBC Proms.

Aus der „Carte blanche“ Einladung in den Louvre ging eine preisgekrönte Live-Aufnahme seiner Aufführung mit Roby Lakatos hervor. Anlässlich des 100. Geburtstags des London Symphony Orchestra gab er Konzerte mit Mstislaw Rostropowitsch. Mit Plácido Domingo wirkte er bei einer Aufführung im Rahmen des 50-jährigen Bestehens der Washington Opera mit.

2009 spielte er mit dem London Symphony Orchestra unter Gergiev die überaus erfolgreiche Welturaufführung des für ihn geschriebenen Violinkonzertes von James MacMillan in London; die amerikanische Erstaufführung fand mit dem Philadelphia Orchestra unter Dutoit in Philadelphia und in der Carnegie Hall New York statt.

Vadim Repins Diskographie umfasst preisgekrönte Aufnahmen der großen russischen Violinkonzerte bei Warner Classics. Bei der Deutschen Grammophon erschienen CDs mit dem Violinkonzert von Beethoven (Wiener Philharmoniker, Muti) und der Kreutzersonate mit Martha Argerich sowie das Brahms Violinkonzert und Doppelkonzert (Gewandhausorchester Leipzig, Chailly und Truls Mørk, Cello). Die CD mit Trios von Tschaikovsky und Rachmaninov (mit Mischa Maisky und Lang Lang) gewann einen ECHO Preis. Seine CD mit Sonaten von Grieg, Janáček und Franck mit Nikolai Lugansky gewann den BBC Music Award 2011 und den Edison Preis.

Die Dokumentation „Vadim Repin – A Magician of Sound“ als Koproduktion von Arte und dem Bayerischen Fernsehen wurde von Claudia Willke gedreht. Der Film führt zurück zu seinen Anfängen in Sibirien und begleitet Vadim Repin nach Berlin, Paris und in andere europäische Musikzentren.

2010 wurde Vadim Repin in Paris mit dem Titel Chevalier dans l'Ordre des Arts et Lettres ausgezeichnet.

Vadim Repin spielt die Guarneri del Gesù ‘Bonjour’ aus dem Jahr 1743.

Saison 2017/18

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