© Harald Hoffmann
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Arcis & Önders Sextett

Dances of Russia

Termine nach Absprache
Dances of Russia

Sergei Rachmaninow: Aus "Symphonische Tänze" op. 45: 1. Non allegro (Arr. Miha Ferk)
Sergei Prokofjew :Suite aus dem Ballett "Romeo und Julia" (Arr. Miha Ferk)
Aleksey Igudesman: Werk für Saxophonquartett und Klavierduo         

Was hat man zu erwarten, wenn ein türkisches Klavierduo auf ein deutsches Saxophonquartett mit russischen Tänzen im Gepäck trifft? Einen bezaubernden Konzertabend mit romantisch-schwelgenden Melodien, russisch-expressiver Harmonik und dramatischer Tiefe, der zeigt, dass die klassisch-russische Tanzmusik ein universelles Sujet ist, das Musiker wie Hörer in der ganzen Welt inspiriert.

So präsentiert das Arcis Saxophon Quartett zusammen mit dem Klavierduo Ferhan&Ferzan Önder Werke von Rachmaninov, Prokofiev und Igudesman. Die opulente Klangfülle und energetisch-rhythmische Komplexität à la Sacre in Rachmaninovs Symphonischen Tänzen findet in der Ballett-Suite Romeo und Julia ihren Gegenpart in Prokofiev'scher Manier. Kein Wunder, fanden doch die Uraufführungen Mitte des 20. Jh. nahezu zeitgleich statt.

In diese Tradition reiht sich Aleksey Igudesman, selbst aus St. Petersburg stammend, mit seinem speziell für dieses Ensemble geschriebenen Werk ein, nimmt die Hörer mit auf eine Reise quer durch Russland und stellt auf diesem Wege die ganze Bandbreite russisch-folkloristischer Tanzmusik dar.

Von kammermusikalischer Intimität bis hin zur Illusion der Klangfülle eines spätromantischen Orchesters bringen die sechs Musiker mit der Verschmelzung des Saxophonklangs und der opulenten Kraft eines Klavierduos die Russland-Nostalgie in den Konzertsaal, der die Komponisten im Umbruch zur Moderne so gerne nachhingen. Ein außergewöhnlicher Abend, der nicht so schnell vergessen sein wird!

Übrigens: Das Saxophon ist in den beiden ersten Werken des Abends als besondere Farbe original im Orchester besetzt. Ein Symbol der Freiheit, nach der sich die Komponisten in der ehem. Sowjetunion so vergeblich sehnten - galt das Saxophon doch als das verpönte Instrument des freiheitlichen Westens schlechthin.­­

 

Arcis Saxophon Quartett

Mit dieser brennenden Leidenschaft begeistern die vier jungen Saxophonisten das Publikum und lassen durch ihre charismatische und authentische Bühnenpräsenz in dieser Ausnahme-Formation der Kammermusik den Funken überspringen. Temperamentvoll, dabei technisch perfekt und von packender Ausstrahlung. Die vier Musiker musizieren seit 2009 zusammen und haben sich bereits mehrere Preise bei internationalen Wettbewerben erspielt. Im Januar gab das Arcis Saxophon Quartett sein umjubeltes London-Debüt in der Wigmore Hall.

 

Ferhan & Ferzan Önder, Klavierduo

Zwillingen wird eine besondere Verbindung nachgesagt: Ferhan und Ferzan Önder tragen diese auf das Konzertpodium – sie sind zwei eigenständige künstlerische Persönlichkeiten, die gemeinsam eine neue musikalische Identität erschaffen.  Ihre türkischen Wurzeln bezeichnen beide als maßgeblich für ihr rhythmisch außerordentlich pointiertes Spiel. Das Duo erhielt viele Einladungen zu bekannten Festivals und konzertierte mit international renommierten Orchestern. Ferhan & Ferzan Önder widmeten sich zuletzt insbesondere Werken von Bach, Mozart, Poulenc und Fazil Say. Zusammen mit dem Perkussionisten Martin Grubinger beeindruckten die beiden Pianistinnen mit Werken von Strawinski und Bartók ein internationales Publikum.

 

 

Presse

  • Neue CD: J.S. Bach/George Gershwin/Franco Donatoni

    Der Ensembleklang ist erstaunlich homogen und Altsaxophonistin Ricarda Fuss und Sopransaxophonist Claus Hierluksch gelingt es, weiche Klangfarben beizusteuern und den Obertongehalt zu dosieren. (…) Während die vier spektakuläre Facetten ihres Ausdrucks bei Gershwins spritziger Suite zeigen können, legen sie besonders im mittleren Teil einen eindringlichen Bach hin: ein Andante in beinahe impressionistischen Klangfarben.

    MDR Kultur, Jan Kubon und Michael Kuhlmann, 26.06.2017

    Dass die vier Musiker des Arcis Saxophon Quartetts ihre Instrumente beherrschen, versteht sich. Stärker aber wiegt, dass sie dieses Können innovativ einsetzen.(…) Klarheit im Arrangement und klangliche Perfektion mit makellosem Ansatz sind die Mittel des Arcis Quartetts auf ihrem neuen Album. Bachs melodische Stringenz und die mitreißend fließende Variationenfülle erforschen die vier Saxophone mit beinahe lässiger Eleganz, ohne auch nur eine Sekunde an Spannung zu verlieren. (…) In der Arcis-Interpretation von Gershwins "Porgy And Bess"-Suite siegt die schwindlig machende technische Brillanz. Ein Ballett auf dem musikalischen Hochseil, geerdet durch die Bariton-Parts von Jure Knez.

    Spiegel Online, Werner Theurich, 23.04.2017