© Harald Hoffmann
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Arcis Saxophon Quartett meets Duo Gromes-Riem

The French American Connection

12. - 21.01.2018, 17. - 31.08.2018
Arcis Saxophon Quartett meets Duo Raphaela Gromes-Julian Riem

The French-American Connection

Camille Saint-Saens: Cellokonzert in a-Moll (Saxophonquartett und Cello)
George Gershwin: Rhapsody in Blue (Saxophonquartett und Klavier)
Francis Poulenc: Trio op. 43 (Klavier, Cello und Sopransaxophon)
George Gershwin: An American in Paris – Suite (Quartett und Duo)
Maurice Ravel: Rapsodie espagnole (Quartett und Duo)

„Ich kann dir nichts mehr beibringen.“ - George Gershwin, die schillernde Figur der amerikanischen Musikwelt, muss sich wohl sehr geschmeichelt gefühlt haben, als Nadia Boulanger sein Unterrichtsgesuch mit diesen Worten ablehnte.
Boulanger war die wichtigste Kompositionslehrerin des 20. Jahrhunderts, in ihrem Wohnzimmer, der „Boulangerie “, gingen alle wichtigen Komponisten dieser Zeit ein und aus und sie war als Leiterin des Conservatoire Américain in Paris das Bindeglied der „french-american connection“ – der alten europäischen Musiktradition und der damals ganz neuen amerikanischen Ästhetik.

Jene „french-american connection“ ist die Grundlage dieses außergewöhnlichen Konzertprogramms:

Zu Beginn steht Saint-Saens’ virtuoses und mitreissendes Cellokonzert, das noch tief in der Romantik verwurzelt ist. Auf die Suche nach neuen Klangwelten begibt sich Ravel in seiner Rapsodie Espagnole und schreibt ein Werk voller Kontraste – von folkloristischen Tänzen bis hin zu tiefen Abgründen. Den Gegenpart zu diesem impressionistischen Feuerwerk bildet Poulencs Trio, der als Mitglied der „Groupe des Six“ klare Formen und Einfachheit bevorzugte und mit Ironie der tiefschürfenden Musik der Romantik begegnete.
Und nun kommt Gershwin nach Paris und bringt das Unerhörte: die flirrenden Sounds der New Yorker Clubs verbinden sich mit dem Pariser Großstadt-Charme, die amerikanische Jazzmusik verschmilzt mit den großen spätromantischen Orchesterklängen.

Doch weit gefehlt, wer denkt, dass es für diesen Rausch an Klangfarben ein 100-Mann-Orchester braucht! Das Duo Gromes-Riem und das Arcis Saxophon Quartett bringen in den unterschiedlichsten Kombinationen vom Trio bis zum Sextett diese Musik in den feinsten Nuancen kammermusikalischer Subtilität bis hin zur schwelgenden Klangfülle eines Symphonieorchesters zu Gehör.

Raphaela Gromes, Violoncello

Raphaela Gromes ist eine der aufstrebendsten jungen Cellisten und hat innerhalb kurzer Zeit die Aufmerksamkeit der Musikwelt durch Auftritte mit Kent Nagano in Konzerten bei den Münchner Opernfestspielen, Audi Sommerkonzerten Ingolstadt sowie Edinburgh International Festival auf sich gelenkt.

2017 erscheint ihr erste CD bei Sony Classical zusammen mit ihrem Duopartner Julian Riem mit Werken von Giuseppe Martucci, Leone Sinigaglia, Ferrucio Busoni und Mario Castelnuovo.

Neben ihren Auftritten als Solistin widmet Raphaela Gromes sich vor allem der Kammermusik. Zu ihren Kammermusikpartnern zählen Christian Altenburger, Isabelle von Keulen, Alexander Lubimov, Patrick Demenga und Mischa Maisky.  

Raphaela Gromes begann das Cellospiel im Alter von vier Jahren. Als Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe war sie Jungstudentin von Peter Bruns an der Mendelssohn-Bartholdy-Hochschule in Leipzig und absolvierte ihr Studium an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Wen-Sinn Yang mit Auszeichnung. Seit 2015 vervollständigt sie ihre Studien an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Reinhard Latzko.

Darüber hinaus nahm Raphaela Gromes an Meisterkursen bei Yo-Yo Ma, Natalia Gutman, Anner Bylsma, David Geringas u.a. teil.

Julian Riem, Klavier

Julian Riem studierte bei Michael Schäfer an der Hochschule für Musik und Theater in München sowie bei Michel Béroff am Conservatoire National Supérieur in Paris. Zuletzt setzte er sein Studium in der Solistenklasse von Rudolf Buchbinder an der Basler Musikakademie fort, an der er das Solistendiplom mit Auszeichnung erhielt.Er gewann internationale Klavierwettbewerbe in Modena, Madrid, "Premio Gui" in Florenz und war Stipendiat des Deutschen Musikwettbewerbs.

Als Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter konzertierte er beim Klavierfestival Liszt-en-Provence, Musica mundi in Brüssel, Rolf Liebermann Podium Hamburg, Les Muséiques in Basel, Münchner Biennale, Münchner Opernfestspielen, Rheingau Musik Festival, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Richard Strauss Festival Garmisch, Barge Music, New York u.a.Zu seinen Kammermusikpartnern zählen Raphaela Gromes, das Velit Quartett und das Münchner Horntrio. Julian Riem gastierte zudem mit dem Sinfonieorchester Basel, Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und Münchner Kammerorchester.

Neben dem klassischen Konzertrepertoire setzt sich Riem für zeitgenössische Komponisten ein wie Messiaen, Ligeti, Stockhausen, Henze, Boulez, Xenakis, Schnittke, Hartmann, Liebermann, Stahmer, Borboudakis, Illes und Koch.

Presse

  • Neue CD: J.S. Bach/George Gershwin/Franco Donatoni

    Der Ensembleklang ist erstaunlich homogen und Altsaxophonistin Ricarda Fuss und Sopransaxophonist Claus Hierluksch gelingt es, weiche Klangfarben beizusteuern und den Obertongehalt zu dosieren. (…) Während die vier spektakuläre Facetten ihres Ausdrucks bei Gershwins spritziger Suite zeigen können, legen sie besonders im mittleren Teil einen eindringlichen Bach hin: ein Andante in beinahe impressionistischen Klangfarben.

    MDR Kultur, Jan Kubon und Michael Kuhlmann, 26.06.2017

    Dass die vier Musiker des Arcis Saxophon Quartetts ihre Instrumente beherrschen, versteht sich. Stärker aber wiegt, dass sie dieses Können innovativ einsetzen.(…) Klarheit im Arrangement und klangliche Perfektion mit makellosem Ansatz sind die Mittel des Arcis Quartetts auf ihrem neuen Album. Bachs melodische Stringenz und die mitreißend fließende Variationenfülle erforschen die vier Saxophone mit beinahe lässiger Eleganz, ohne auch nur eine Sekunde an Spannung zu verlieren. (…) In der Arcis-Interpretation von Gershwins "Porgy And Bess"-Suite siegt die schwindlig machende technische Brillanz. Ein Ballett auf dem musikalischen Hochseil, geerdet durch die Bariton-Parts von Jure Knez.

    Spiegel Online, Werner Theurich, 23.04.2017

  • Arcis Saxophon Quartett in München

    „Ein junges Ensemble mit einer solch ansteckenden Spielfreude – vom perfekten Handwerk redet man erst gar nicht – lässt sich kein Publikum entgehen: Wer sie einmal gehört hat, kommt wieder.“

    TZ München, Beate Kayser, 04.03.2016